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Radio Hamburg

Itzehoe - 1.000 Jobs werden gestrichen

Prinovis-Druckerei wird geschlossen

Itzehoe, 07.02.2013
Prinovis

Die Prinovis-Druckerei in Itzehoe soll geschlossen werden. 1.000 Jobs sind in Gefahr.

Europas größtes Tiefdruckunternehmen Prinovis will sein Werk im schleswig-holsteinischen Itzehoe 2014 schließen. 

Nach dem angekündigten Aus für die Prinovis- Druckerei in Itzehoe wollen Gewerkschaften und Politik den drohenden Arbeitsplatzverlust eindämmen. Rund 1.000 Mitarbeiter sind von der Werksschließung in der zweiten Jahreshälfte 2014 betroffen. Sie stehen vor einer ungewissen Zukunft. Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Reinhard Meyer (SPD) will sich dafür einsetzen, dass möglichst viele Arbeitsplätze in der strukturschwachen Region gerettet werden.

Mehrheitseigentümer Bertelsmann soll den Jobverlust abfedern

Auch Itzehoes Bürgermeister Andreas Koeppen macht sich für die Mitarbeiter stark. "Jetzt muss es darum gehen, dass die Beschäftigten untergebracht oder andere gute Lösungen gefunden werden." Die Stadt werde versuchen, mit allen, die Einfluss haben, an einen Tisch zu kommen, kündigte Koeppen an. Bertelsmann ist der Mehrheitseigentümer von Prinovis und Koeppen erklärt, was den Konzern dazu treibt, die Großdruckerei zu schließen:

"Offensichtlich ist es so, dass die Menschen immer mehr online gehen und weniger gedruckte Ware nachfragen. Hier hat vor allem der Tiefdruck sein Problem. Trotzdem muss man ganz klar sagen, ist der Bertelsmannkonzern verpflichtet, seiner sozialen Verantwortung nachzukommen. Es handelt sich hier um ein sehr reiches und großes Unternehmen und dort müssen auch Möglichkeiten gefunden werden, mit den Standort Itzehoe konstruktiv umzugehen. Es muss so einem großen Konzern möglich sein, menschen wieder in Arbeit zu bringen. Das ist das Wichtigste für die Menschen: die brauchen einen Arbeitsplatz, die brauchen Perspektive, die brauchen Beschäftigung."

Gewerkschaften und Politiker forderten auch die soziale Verantwortung der Gesellschafter gegenüber den Beschäftigten ein. 74,9 Prozent der Prinovis-Anteile gehören dem Bertelsmann-Konzern, der Rest der Axel Springer AG. Prinovis will mit den Arbeitnehmervertretern über einen Interessensausgleich und Sozialplan verhandeln.
Prinovis erzielt insgesamt rund 600 Millionen Euro Umsatz. In der Tiefdruckerei in Itzehoe werden unter anderem Magazine wie "Der Spiegel" und "Stern" hergestellt. Die Druckaufträge sollen auf die anderen Unternehmensstandorte verteilt werden.

Überkapazitäten im europäischen Druckmarkt haben sich auf Prinovis ausgewirkt. "Die Marktbereinigung ist seit einigen Jahren im Gange", sagte Stausberg. Er erwartet, dass nach der Schließung dauerhaft rund 20 Millionen Euro eingespart werden können. Die aktuellen Restrukturierungskosten beliefen sich auf einen mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Betrag.

(gh/aba/dpa)

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