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Radio Hamburg

Urteil löst Empörung aus

Helmpflicht durch Hintertür?

Schleswig, 24.06.2013
RHH - Expired Image

Werden Fahrradfahrer ohne Helm bei Unfällen künftig auch zur Kasse gebeten?

Hamburger Fahrradfahrer müssen sich nach dem Urteil über die Mitschuld bei Unfällen offenbar auf Veränderungen einstellen.

Das Oberlandesgericht in Schleswig hat vor einer Woche entschieden, dass Radfahrer eine Mitschuld an ihren Verletzungen tragen, wenn sie keinen Helm benutzen, und der Versicherung des Unfallgegners zugestanden, nicht den gesamten Schaden erstatten zu müssen.

Passen Versicherungen ihre Regulierung an?

Medienberichten zufolge erwägt nun das erste Versicherungsunternehmen bereits, sein Verhalten bei der Regulierung von Schadensfällen entsprechend anzupassen. Laut der Zeitung WELT will die HUK-Coburg künftig nur noch einen Teil der Kosten übernehmen, wenn ein ohne Helm fahrender Radfahrer durch das Fehlverhalten eines HUK-Coburg-Kunden zu Schaden kommt. Andere Versicherungen halten sich noch bedeckt. Allein die Ergo-Versicherung sagt: Wir haben keine Helmpflicht in Deutschland und wir werden sie auch nicht durch die Hintertür einführen.

Teilschuld am Unfall

In dem Fall, über den das Schleswiger Gericht vergangene Woche geurteilt hat, ist eine Radfahrerin gestürzt und hat sich verletzt, als ein Autofahrer plötzlich die Tür des parkenden Wagens geöffnet hat. Die Richter haben entschieden, dass die Fahrradfahrerin nur 80 Prozent des Schadens erstattet bekommt, weil sie sich selbst durch das Tragen eines Helms hätte schützen können. Der Allgemeine Deutsche Fahrrad Club will die Radfahrerin nun bei einer Klage vor dem Bundesgerichtshof unterstützen.

(rh / ste)

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