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Radio Hamburg

Schimmelpilz in Futtermais

Hochgiftiges Futtermittel in Niedersachsen entdeckt

Hannover, 01.03.2013
RHH - Expired Image

In Niedersachsen ist ein krebserregender Schimmelpilz im Futtermais gefunden worden.

Mehr als 3.500 Höfe in Niedersachsen sind mit hochgiftigem Futtermittel aus Serbien beliefert worden. Es handelt sich um einen krebserregenden Schimmelpilz im Maisfutter. 

In mehreren Bundesländern sind tausende Tonnen mit einem krebserregenden Schimmelpilzgift verseuchten Mais zu Tierfutter verarbeitet worden. "Nach dem gegenwärtigen Kenntnisstand erscheint es uns als nicht sehr wahrscheinlich, dass eine Gesundheitsgefahr von dieser Überschreitung ausgeht", sagte Landwirtschafts-Staatssekretär Udo Paschedag am Freitag in Hannover.

Wie ist der Schimmel in den Mais gekommen?

Die Behörden seien aber erst dabei, alle Lieferketten zu rekonstruieren und die nötigen Kontrollen anzugehen. Vieles sei ungeklärt. "Wann die letzte Fütterung war, können wir noch nicht sagen", sagte Paschedag. Der größte Teil des Tierfutters gelangte an mehr als 3.500 Höfe in Niedersachsen. Geringere Mengen gingen nach Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen, teilte das niedersächsische Landwirtschaftsministerium am Freitag in Hannover mit.

Aus Serbien kamen insgesamt 45.000 Tonnen verseuchter Mais. 10 000 Tonnen davon seien über Futtermittelhersteller in Umlauf gekommen. Der Mais ist mit dem Schimmelpilzgift Aflatoxin B1 kontaminiert. Er wurde allein in Niedersachsen von 13 Herstellern zu Futter für Schweine, Rinder und Geflügel verarbeitet. Der zulässige Höchstwert von 0,02 Milligramm pro Kilo sei um mehr als das Zehnfache überschritten worden. Schon geringe Höchstmengenüberschreitungen könnten zum Beispiel zu einer kritischen Belastung von Rohmilch führen. Eine Gefährdung für Verbraucher sieht das Ministerium nach ersten Einschätzungen dennoch nicht. Wenn Molkereien die Milch von verschiedenen Höfen abholen, wird sie den Angaben zufolge vermischt. 

Von Serbien nach Brake

Die 45.000 Tonnen Mais seien über den niedersächsischen Hafen Brake importiert worden. 10 000 Tonnen wurden in Brake, 25.000 Tonnen in einer Lagerhalle in Bremen gelagert. Diese Bestände dürfen nicht mehr ausgeliefert werden.

Die Milch aller mit dem belasteten Futter belieferten Höfe soll dem Ministerium zufolge kontrolliert werden. Noch am Freitag werde damit begonnen. Bislang sei nicht bekannt, dass die Milch in den Tanks der Molkereien zu hohe Giftmengen enthält. Dort werde die Milch, bevor sie zu handelsüblicher Konsummilch verarbeitet werde, gesammelt. Die Molkereien kontrollierten monatlich die sogenannten Stapeltanks.

Mehrfach wurden in Deutschland bereits Dioxin und Antibiotika in Tierfutter gefunden.

(dpa/aba)

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