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Radio Hamburg

Stade

Widerstand gegen Dow-Kraftwerk

Stade, 26.03.2013
Gegen Kohlekraftwerk Stade

Fast 9.000 Einwände sind gegen das geplante Dow-Kohlekraftwerk in Stade vorgebracht worden.

Europas größter Chlorproduzent will mit einem eigenen Kraftwerk seinen Strombedarf decken. Gegen den geplanten Bau in Stade regt sich breiter Widerstand.

Ein in Stade geplantes Kraftwerk stößt bei Umweltschützern und Bürgern auf breiten Widerstand. Fast 8900 Einwände gegen das Bauprojekt des Chemiekonzerns Dow überreichten BUND, Greenpeace, Deutsche Umwelthilfe und andere Initiativen am Montag der Bürgermeisterin.

Mit dem Kraftwerk unabhängig von Strompreisen werden

Der Bebauungsplan hatte in den vergangenen vier Wochen im Rathaus ausgelegen. Bürger konnten in der Zeit Anregungen und Bedenken äußern. Das mit Kohle, Wasserstoff und Biomasse betriebene Kraftwerk soll auf dem Werkgelände von Dow an der Elbe entstehen. Es soll den gesamten Strombedarf der Fabrik decken. Europas größter Chlorproduzent will dadurch unabhängig von der Entwicklung des Strompreises in Deutschland werden und seine Wettbewerbsfähigkeit auf dem globalen Markt erhalten.

"Klimapolitischer Unsinn"

Die Gegner kritisierten das Vorhaben als klimapolitischen Unsinn. Das Kraftwerk stoße jährlich etwa fünf Millionen Tonnen CO2 aus, sagte Adolf Meyer von der Bürgerinitiative Stade-Altes Land. Dazu kämen mehrere Tausend Tonnen Feinstaub und Schwermetalle. "Das kann vor dem Hintergrund der Energiewende nicht Sinn sein." Er und seine Mitstreiter hoffen auf ein Umdenken der Stadt. Die Verwaltung wird jetzt alle Einwände prüfen. Danach wird sich der Rat erneut mit dem Bebauungsplan befassen. Erst wenn er diesen endgültig beschlossen hat, können die Genehmigungsverfahren beginnen. Dow rechnet damit, mit dem Bau frühstens in zwei Jahren starten zu können.

(dpa/aba)