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Radio Hamburg

Nach Badeunfällen

Badeverbot am Timmendorfer Strand

Timmendorfer Strand, 22.07.2014
Ostsee Wind Strömung Wellen

An vielen Stränden der Ostsee herrscht derzeit ein komplettes Badeverbot.

Nach tragischen Badeunfällen gibt es an vielen Stränden der Ostsee ein Badeverbot. Auch am beliebten Timmendorfer Strand ist der Gang ins Wasser untersagt.

Nach den tragischen Badeunfällen der vergangenen Tage haben die Behörden zu drastischen Mitteln gegriffen und an vielen Stränden der Ostsee ein komplettes Badeverbot verhängt. Betroffen ist auch das beliebte Ausflugsziel Timmendorfer Strand.

Gefährliche Wetterlage

Der starke, anlandige Wind macht das Schwimmen in der Ostsee zurzeit an vielen Stellen extrem gefährlich. Laut dem DLRG-Landesgeschäftsführer Thies Wolfhagen wehe der Wind teilweise in starken Böen der Stärke 7 bis 8. "Die Wetterlage ist extrem", so Wolfhagen. Durch den starken Wellengang und die kaum sichtbare Unterströmung sei das Schwimmen in der Ostsee momentan kaum zu empfehlen. Rote Flaggen an den Ostseestränden signalisieren deshalb ein komplettes Badeverbot in vielen Bereichen. An anderen Stränden wurde die gelbe Flagge gehisst, die den Gang ins Wasser nur für geübte und erfahrene Schwimmer empfiehlt.

Appell an Badegäste

Trotz der gefährlichen Wetterlage wagen sich noch immer viele Schwimmer bei den sommerlichen Temperaturen in das kühle Nass. Die die Polizei appelliert deshalb an die Gäste, die roten Flaggen der DLRG und die direkt am Wasser aufgestellten Hinweisschilder auch wirklich zu beachten. "Wir können nicht alle 100 Meter am Strand einen Streifenwagen aufstellen", sagte der Sprecher der Lübecker Polizeidirektion, Stefan Muhtz, am Dienstag (22.07). Zwischenzeitlich waren unter anderem am Timmendorfer Strand Polizeibeamte mit Lautsprechern unterwegs, um Leute vom Baden abzuhalten.

450 Rettungsschwimmer im Einsatz

Derzeit sind an den Küsten von Nord- und Ostsee täglich rund 450 Retter der DLRG im Einsatz. "Sie haben in den vergangenen Wochen bereits 34 Menschen aus lebensbedrohlichen Situationen gerettet", so der DLRG-Geschäftsführer. Von diesen Einsätzen sei der Großteil in den letzten Tagen bei hochsommerlichen Temperaturen und tausenden Badegästen an den Stränden erfolgt. Am Montag (21.07) mussten die Rettungsschwimmer am Timmendorfer Strand trotz Warnhinweisen mehrere Menschen aus dem Wasser retten.

Wieder Badetote

In einigen Fällen konnten die Retter allerdings nur noch den Tod mehrere Schwimmer feststellen. Ein 62-Jähriger aus dem niedersächsischen Ostfriesland konnte von einem Arzt zwar noch aus dem Wasser gerettet und wiederbelebt werden, doch die Hilfe kam zu spät. Traurige Gewissheit gibt es mittlerweile auch für die Angehörigen einer 47 Jahre alten Frau, die seit Samstagabend (19.07) am Selker Noor bei Schleswig vermisst wurde. Bei der am Montag (21.07) von Polizeitauchern vom Grund des Noors geborgenen Leiche handelt es sich nach Polizeiangaben wirklich um die 47-Jährige. Am Dienstag (22.07) konnte ein 70-jähriger Badegast aus Niedersachsen beim Baden in der Ostsee vor Scharbeutz leblos aus dem Wasser geborgen werden. Die Widerbelebungsversuche am Strand scheiterten allerdings.

Lest auch: Schwimmen und plantschen: Tipps für sicheres Baden

Während der Sommermonate locken Seen, Flüsse, Schwimmbäder und die Küsten viele Menschen nach draußen. Damit ...

(dpa/san)

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