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Radio Hamburg

Drama um Familie Schulze

Schubkarre gefunden - Keine Spur von Mutter und Tochter

Drage/Lauenburg, 04.08.2015
RHH - Expired Image

Die Leiche das Familienvaters war mit einem Betonklotz beschwert, wie er auf Baustellen verwendet wird. Von der der Mutter und der Tochter fehlt weiterhin jede Spur.

Eine weitere Spur der Ermittler ist im Sande verlaufen: Die gesuchte Schubkarre der Familie war schon länger bei einem Zeugen, der sich nun gemeldet hat.

Die Ermittler befürchten ein Familiendrama: Seit Beginn der Sommerferien in Niedersachsen vor über einer Woche werden an der Elbe eine 43-jährige Mutter und ihre 12 Jahre alte Tochter vermisst. Die Hoffnung, die beiden lebend zu finden, ist nun stark geschrumpft, denn am Freitag (31.07.) hatten Feuerwehrleute den ebenfalls verschwundenen Familienvater tot aus dem Fluss gezogen. Er hat allem Anschein nach Selbstmord begangen.

Die Leiche des Mannes war mit einem Betonklotz mit einem Gewicht von etwa 25 Kilogramm beschwert, wie er auf Baustellen verwendet wird. Für die Ermittler wird damit ein sogenannter erweiterter Suizid immer wahrscheinlicher. Hintergrund könnte ein Familiendrama sein. Doch eine heiße Spur der vermissten Mutter und ihrer Tochter gibt es noch immer nicht.

Schubkarre der Familie gefunden

Inzwischen hat sich dazu ein Zeuge bei der Polizei gemeldet. Er konnte Angaben zu der gesuchten Schubkarre der vermissten Familie machen. Demnach war die Schubkarre schon seit längerem bei dem Zeugen und steht nicht in Zusammenhang mit dem Verschwinden der Familie. Unterdessen suchen Polizeitaucher an einer beliebten Badestelle in der Elbe wieder nach der vermissten Sylvia Schulze und ihrer Tochter Miriam. Bislang fehlen jegliche Hinweise auf den Verbleib der beiden. Auch wurde kein Abschiedsbrief oder weitere hilfreiche Indizien im Haus der Familie entdeckt.

Rätsel um Fahrrad gelöst

Das in der Elbe bei Lauenburg gefundene Damenfahrrad gehörte dem dort tot aus dem Fluss gezogenen Familienvater aus Drage. Das teilte nun ein Polizeisprecher mit. Ein ehemaliger Nachbar habe berichtet, es der Familie vor längerer Zeit geschenkt zu haben. Das Fahrrad wurde unterhalb der Elbbrücke gefunden. Die Stelle, an der die Taucher es auf dem Flussgrund entdeckten, lasse darauf schließen, dass der Familienvater mit dem Rad auf die Brücke gefahren sei, es ins Wasser geworfen habe und dann hinterher gesprungen sei.
Allerdings handelt es sich nicht um das vermisste Herrenrad aus dem Besitz der Familie. Dieses, und damit kamen die Fahnder am Wochenende ein weiteres Stückchen weiter, wurde am Bahnhof in Winsen/Luhe unweit von Drage gefunden. Die Fahnder hoffen nun auf Tipps aus der Bevölkerung.

Wo sind Mutter und Tochter?

Hinweise, dass Dritte in das Verschwinden der Familie verwickelt sind und es sich um ein Verbrechen handelt, haben die Ermittler weiterhin nicht. "Fremdeinwirkung kann ausgeschlossen werden", hieß es nach der Obduktion des toten Vaters. Inzwischen läuft die Fahndung seit über einer Woche. Zeugen wollen den 41-Jährigen am Donnerstag vergangener Woche das letzte Mal im Auto der Familie bei Drage gesehen haben. Die Spuren von Frau und Tochter verlieren sich schon am Tag zuvor - dem letzten Schultag in Niedersachsen vor den Sommerferien. Im schon bezahlten Reiturlaub sei die Tochter nicht angekommen, berichteten Zeitungen später. Auch ein spontaner Kurzurlaub der Familie galt als äußerst unwahrscheinlich. "Von der Familie haben uns die Zeugen ein eher unauffälliges Bild beschrieben", berichtet Polizeisprecher Krüger.

(dpa/apr/ste)

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