Lieber User,

anscheinend hast Du einen Ad-Blocker aktiviert oder Javaskript deaktiviert. Um unsere Existenz zu sichern, sind wir als werbefinanzierter privater Radiosender auch im Internet auf Werbung angewiesen. Damit Du auch weiterhin alle Inhalte unserer Webseite nutzen kannst, bitten wir dich, Deinen Ad-Blocker zu deaktivieren oder radiohamburg.de als Ausnahme hinzuzufügen. Sobald Du das gemacht hast, kannst Du unsere Inhalte nach einem Reload der Seite ganz normal weiternutzen.

103.6 Grüße
Dein Radio Hamburg Team


*Sollte diese Meldung fälschlicherweise angezeigt werden, schicke uns bitte eine Mail an adblocker@radiohamburg.de

Es gibt neue Inhalte auf unserer Startseite - jetzt aktualisieren! [Schließen]
Radio Hamburg

70. Jahrestag der Befreiung

Erinnern an Auschwitz!

Hamburg, 27.01.2015
RHH - Expired Image

Vor 70 Jahren wurde das Konzentrationslager Auschwitz befreit, in dem 1,1 Millionen Menschen von den Nazis ermordet wurden.

Vor 70 Jahren wurde das Konzentrationslager Auschwitz befreit. So erinnert der Norden an die Menschen und Schicksale und hält die Erinnerung wach.

"Es gibt keine deutsche Identität ohne Auschwitz." So hat es Bundespräsident Joachim Gauck zum 70. Jahrestag der Befreiung formuliert. Daran erinnern, was war, nicht vergessen, Gedanken, Gefühle, Geschichten wach halten. Gerade in einer Zeit, in der es nur noch wenige Zeitzeugen gibt, die von den Gräueltaten der Nazis berichten können, die Zeugnis ablegen können, wie unmenschlich Menschen sind und das so etwas nie wieder geschehen darf.

"Die moralische Pflicht, die auf uns liegt, erfüllt sich nicht nur im Erinnern. (...) Aus diesem Erinnern ergibt sich ein Auftrag. Er sagt uns: Schützt und bewahrt die Mitmenschlichkeit. Schützt und bewahrt die Rechte eines jeden Menschen", so Joachim Gauck.

Auschwitz - der Name steht für die größte Mordmaschinerie in der NS-Barbarei. 1,1 Millionen Menschen - Juden, Sinti und Roma, Homosexuelle, politisch Verfolgte - kamen in diesem Vernichtungslager um. Sie wurden gedemütigt, Ihrer Identität beraubt, sie waren nur noch eine Nummer, mussten in elenden Verhältnissen Leben, jeden Tag den Tod und die Gaskammern von Auschwitz vor Augen. Menschen, die in wenigen Sekunden des Selektierens an der Bahnrampe ihre Kinder, Männer, Eltern und Freunde verloren, weil sie ins KZ geschickt wurden, die anderen aber ins Gas. Unvorstellbare Taten und Schicksale verbergen sich hinter dem Wort Ausschwitz, dem auch im Norden zum 70. Jahrestag der Befreiung Rechnung getragen werden soll.

In Hamburg wird den Opfern des Nationalsozialismus am Dienstagabend (27.01.) ab 18 Uhr mit der szenischen Lesung "Briefe an die Stille" im Rathaus gedacht und mit der Gedenkveranstaltung "Lieder aus Theresienstadt" im Mahnmal St. Nikolai.

Bertini-Preis wird verliehen

Gleichzeitig werden junge Menschen mit Zivilcourage werden am Dienstag in Hamburg mit dem Bertini-Preis ausgezeichnet. Acht Projekte erhalten diesmal die Ehrungen, die zum 17. Mal vergeben werden. Der Name des Preises geht zurück auf den Roman "Die Bertinis", in dem der im Dezember gestorbene Schriftsteller Ralph Giordano das Schicksal seiner Familie während der Verfolgung in der Zeit der nationalsozialistischen Diktatur in der Hansestadt
schildert. Die Auszeichnungen werden alljährlich am Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus überreicht.

"Sie alle setzten erfolgreich um, was der Bertini-Preis in der Erinnerung an die Vergangenheit für das Handeln in der Gegenwart fordert: Lass Dich nicht einschüchtern!", erklären die Initiatoren auf ihrer Internetseite. Giordanos Roman geißele die Ausgrenzung, Verfolgung und Erniedrigung, die viele Hamburger in jener Zeit erlitten, und beschreibe Menschen, die damals wegschauten, das Unrecht duldeten oder unterstützten. "Er würdigt aber auch jene, die Zivilcourage bewiesen und ihren verfolgten Mitbürgerinnen und Mitbürgern - oft unter Einsatz des eigenen Lebens - geholfen haben."

Im ehemaligen Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau gedenken rund 300 inzwischen sehr alte frühere Häftlinge der Opfer, die die Gräueltaten der Nazis nicht überlebt haben.

Der Opfer des Nationalsozialismus gedenkt auch der schleswig-holsteinische Landtag am Dienstag in Elmshorn. Dabei wird  Landtagspräsident Klaus Schlie (CDU) mit einer Rede an die Millionen Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft erinnern. Der 27. Januar wird in Deutschland seit 1996 als Gedenktag begangen. Auf der zentralen Gedenkfeier des Landes in Elmshorn werden Weihbischof Hans-Jochen Jaschke und Landesrabbiner Dov-Levy Barsilay ein interreligiöses Gebet sprechen.

(aba)

comments powered by Disqus