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Radio Hamburg

"Dosenfutter" darf legal sprayen

Graffiti-Künstler verschönert Lüneburg

Lüneburg, 26.05.2016
Blumen auf Stromkasten Graffiti

Straßenkunst, wie sie sein sollte - Jonathan Sachau beim Verzieren eines Stromkastens.

Legale Straßenkunst - Jonathan Sachau verwandelt unter dem Namen "Dosenfutter" graue Stromkästen in bunte Kunstwerke.

So schön kann Straßenkunst sein - mit Erlaubnis der Stadt Lüneburg besprüht der Graffiti-Künstler "Dosenfutter" graue Stromkästen, die häufig das Bild einer grünen Umgebung stören.

"Dosenfutter" darf legal sprayen

Hinter dem Namen verbirgt sich der 32-Jährige Jonathan Sachau, der seit über 16 Jahren mit Graffiti arbeitet und heute verschiedene Aufträge zur Verschönerung von öffentlichen Orten annimmt. "Meist ist es mehr Leidenschaft als Arbeit, auch wenn ich davon lebe", betont der Sprayer. "Es ist schön, durch die Stadt zu fahren und seine eigenen Bilder zu sehen." Was normalerweise als Vandalismus gilt und in Deutschland verboten ist, macht "Dosenfutter" ganz legal. Neben Kunst studierte Sachau Pädagogik, um Kindern und Jugendlichen die Welt des Graffiti in Form von Spray-Kursen näher zu bringen. 

Tolle Muster statt langweiligem Grau

Zum Verschleiern der Stromkästen wendet Jonathan Sachau unterschiedliche Methoden an. Manche passt er dem Hintergrund an, indem er eine Backsteinmauer oder eine Reihe von Zaunpfählen auf die Kästen sprüht, auf anderen sind beispielsweise große Blumen zu sehen. Der Künstler schmückt nicht nur Schaltkästen, sondern unter anderem Betonwände, Garagen oder Autobahnbrücken. Er malt gern fotorealistisch und verleiht seinen Werken zusätzlich eine persönliche Note. 

Verzierungen für Hansestädte

Uta Hesebeck, die für Straßen- und Ingenieurbau in Lüneburg zuständig ist und Jonathan Sachau beauftragt hat, ist begeistert von den Ergebnissen: "Die Schränke sind mit seinen Graffiti fast unsichtbar, weil er es versteht, Elemente aus der jeweiligen Umgebung aufzugreifen." Die Motive stimmen sie gemeinsam ab, erklärt die Fachbereichsleiterin. "Das kann der Wunsch nach Blumen oder eben einem Ziegelstein-Muster sein." Die Werke des Künstlers tragen inzwischen beachtlich zum Stadtbild Lüneburgs bei. 

In Hamburg ist die Gestaltung von öffentlichem Raum ebenfalls ein Thema, dessen sich unter anderem der Künstler  Vincent Schulze annimmt. Bald können sich die Hansestädte von langweiligen Stromkästen, kargen Beton-Mauern und Haltestellen wohl ganz verabschieden.

(dpa/car) 

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