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Radio Hamburg

Niedersachsen: Sturmböen bis 110 km/h

Hamburg von "Burglind" verschon geblieben

Hamburg/Hannover, 04.01.2018
Sturm Burglind Niedersachsen

Sturmtief "Burglind" verschonte weitestgehend Hamburg, wütete aber ordentlich in Niedersachsen.

Hamburg ist von Sturmtief "Burglind" weitestgehend verschont geblieben. In Niedersachsen allerdings wütete das Sturmtief ordentlich.

Sturmtief "Burglind" hatte Hamburg nicht so stark wie befürchtet getroffen. Allerdings steht am Donnerstag morgen durch die eintretende Sturmflut der Hamburger Fischmarkt unter Wasser.

In Niedersachsen allerdings hat der Sturm deutlich stärker gewütet: es gab entwurzelte Bäume, verspätete oder ausgefallene Züge. Viele Menschen mussten vor allem in der Feierabendstunden viel Geduld auf dem Weg nach Hause beweisen. 

An Niedersachsens Nordseeküste blies es am Mittwoch besonders heftig, Fähren fielen aus. Am Flughafen Hannover wurden Flüge gestrichen, weil Maschinen aus Amsterdam und Zürich schon an den Abflughäfen nicht abheben konnten. Der DWD warnte vor entwurzelten Bäumen, herabstürzenden Dachziegeln und umherfliegenden Gegenständen. Vor allem an der Küste gab es orkanartige Böen. Auf Spiekeroog wurde am Mittwoch in der Spitze eine Windgeschwindigkeit von 112 Kilometern pro Stunde gemessen, wie eine DWD-Sprecherin sagte.

Windkraftanlage umgestürzt

Im Landkreis Schaumburg stürzte eine Windkraftanlage um. Menschen seien bei dem Vorfall in Volksdorf nicht verletzt worden, sagte Polizeisprecher Axel Bergmann. Auslöser sei vermutlich ein technischer Defekt gewesen, erklärte er. So habe sich die Anlage nicht in den Wind drehen können. Nach ersten Erkenntnissen sei zunächst ein Rotorblatt abgebrochen. "Dann stürzte durch die Sturmbelastung der gesamte Turm um", sagte Bergmann. Das Windrad sei rund 70 Meter hoch gewesen, hatten die "Schaumburger Nachrichten" zuvor über Twitter gemeldet.

In Cuxhaven wurde die Fährverbindung nach Helgoland vorsorglich eingestellt. Mehrere Urlauber seien bereits am Dienstag abgereist, andere würden zurückfliegen oder länger bleiben, sagte eine Sprecherin auf der Hochseeinsel. Derzeit ist mit der "Funny Girl" nur ein kleineres Schiff im Helgoland-Einsatz. Die größere Fähre "Helgoland" war am Sonntag beim Anlegen beschädigt worden und liegt zur Reparatur in einer Werft. 

Im Binnenland wehte es meist etwas schwächer, aber ebenfalls stürmisch. 

(dpa/aba)