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Radio Hamburg

Atemberaubender Sonnensturm

Die Sonne brodelt

Sonnensturm

Wissenschaftler der US-Weltraumbehörde NASA beobachteten eine gewaltige Eruption der Sonne.

Washington -  Der Stern schleuderte geladene Partikel und eine gigantische Plasmawolke ins All. Sie können auf die Erdatmosphäre treffen und Satelliten lahmlegen. "So eine Wolke besteht vor allem aus Wasserstoff und Helium und hat einen Durchmesser von mehreren Millionen Kilometern", weiß Bernd Inhester, Physiker am Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung. Auf ihrem Weg durchs All lege sie zudem mehrere tausend Kilometer pro Sekunde zurück, doch dass sie zentral auf die Erde trifft sei sehr unwahrscheinlich.

Mögliche Folge: Umleitung des Flugfverkehrs

Problematischer könnte eine weitere Folge des Sonnensturms sein: Rasende geladene Teilchen könnten Satelliten und große Stromversorgungsnetze beschädigen. "Für unsere zunehmend technisierte Welt sind solche Sonnenstürme eine Gefahr", sagt der Direktor der Internationalen Weltraumwetter-Initiative (Iswi), Joe Davila. "Starke Sonnenstürme können Stromnetze ausfallen lassen, Satelliten lahmlegen und damit das Navigationssystem GPS durcheinanderbringen." Im europäischen Satellitenkontrollzentrum (Esoc) in Darmstadt, bekam man die Auswirkungen des Sonnensturms zwar schon zu spüren. "Alarmstufe rot" sei aber noch längst nicht erreicht, betont Paolo Ferri. Der Leiter der Abteilung für Interplanetarische Missionen berichtet, dass bislang nur an wissenschaftlichen Satelliten Störungen aufgetreten seien. Direkte Auswirkungen auf unseren Alltag habe das nicht. Sollte die Aktivität an der Sonnenoberfläche weiter zunehmen, erhöhe sich eventuell - so Ferri - die natürliche Strahlung in den Polarregionen. Die könne dann zu Umleitungen im Flugverkehr führen, denn besonders in sehr hohen
Regionen gleiche die Strahlung dann "einer permanenten Röntgenaufnahme".

Da die Aktivität der Sonne in den vergangenen Monaten angestiegen ist, haben die Europäische Union und die europäische Raumfahrtenagentur Esa ein Programm zur Weltraumwetterwarnung gestartet. Ein Sonnensturm, wie es ihn jetzt gab, sendet elektrische Wellen und Gaswolken durch die oberen Atmosphärenschichten der Erde, lässt messbare elektrische Ströme durch die oberen Schichten des Erdbodens laufen und rüttelt am Erdmagnetfeld. (dpa)

Spektakel am Himmel beobachten

Am späten Donnerstag (09.06.2011) könnten durch die ungewöhnlich hohe Zahl geladener Teilchen in der Atmosphäre auch in unseren Breitengraden Polarlichter am Himmel zu sehen sein.

Zum Video der Sonneneruption (Quelle: NASA)