Es gibt neue Inhalte auf unserer Startseite - jetzt aktualisieren! [Schließen]
Radio Hamburg

Trauer im Berliner Zoo

Eisbär Knut ist tot

Der prominente Eisbär Knut ist leblos in seinem Gehege im Berliner Zoo gefunden worden.

Berlin - Der prominenteste Eisbär Deutschlands ist tot. Knut trieb am Samstag tot im Wasser des Eisbärengeheges im Zoo Berlin. Er befand sich zur Todeszeit allein im Gehege, seine Mutter Tosca sowie die Eisbärinnen Nancy und Katjuscha, waren bereits eingesperrt. Bären-Kurator Heiner Klös: "Tagsüber haben wir keinerlei Anzeichen eines Unwohlseins beobachten können." Der Tod sei "urplötzlich" eingetreten. Zum Zeitpunkt des Todes befanden sich zwischen 600 bis 700 Zoo-Besucher in der Nähe des Geheges.

Augenzeugen berichten, Knut habe "eine Art epileptischer Anfall" geschüttelt. Dann sei er untergegangen und mit den Pfoten zuerst wieder aufgetaucht. Die Obduktion ergab Dienstag (22.03.2011), dass der Eisbär an einer Hirnerkrankung gelitten habe. Das teilte der Zoologische Garten Berlin. Im Bericht heißt es: "Die ersten Untersuchungsergebnisse zeigen deutliche Veränderungen des Gehirns, die als Grund für den plötzlichen Tod des Eisbären angesehen werden können." In den nächsten Tagen sollen noch weitere Untersuchungen (Bakteriologie, Histologie) vorgenommen werden.

Vor gut vier Jahren wurde Knut bis über die Grenzen von Deutschland hinaus bekannt: Weil ihn seine Mutter verstoßen hatte, wurde das Bärenjunge von Pfleger Thomas Dörflein per Hand aufgepäppelt. Dörflein starb im September 2008 überraschend im Alter von 44 Jahren. Der Kult um Knut brachte dem Zoo Millioneneinnahmen.

Knut (†) - sein kurzes Leben in Bildern