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Radio Hamburg

Eurovision Song Contest 2011

Aserbaidschan siegt

Eurovision Song Contest, Aserbaidschan, Sieger

Aserbaidschan gewann den Eurovision Song Contest zum allerersten Mal.

Das Duo Ell und Nikki holte den Titel mit seinem kuschligen Liebeslied "Running Scared".

Düsseldorf – Die Buchmacher sagten schon zu Beginn vergangener Woche voraus, dass sich das Duo aus Aserbaidschan auf den vorderen Plätzen wiederfinden würde. Dass es für den Titel gereicht hat, war dennoch eine faustdicke Überraschung.

Die deutsche Titelverteidigerin Lena kam mit ihrem Song "Taken By A Stranger" auf einen ordentlichen zehnten Platz. Lena äußerte sich trotzdem sehr zufrieden: "Es geht mir fantastisch", sagte sie nach der Show in der ARD. "Ich fühl mich wie auf Wolke 2000. Von mir fällt ein Riesenstein."

Für Aserbaidschan ist es der erste Sieg in der Grand-Prix-Geschichte. Austragungsort wird sehr wahrscheinlich die Hauptstadt Baku sein. Italien kam nach 14-jähriger Eurovisions-Pause mit einer Swingnummer direkt auf Platz zwei; Schweden belegte Rang drei.

 

Hohe Qualität der Beiträge

Der Gewinnersong geht unter die Haut, nimmt aber deutliche Anleihen bei westlichen Pop-Balladen Im Finale waren alle 43 diesjährigen Grand-Prix-Teilnehmer stimmberechtigt, also auch die Nationen, die bereits im Halbfinale ausgeschieden waren. Überraschend war diesmal - selbst für eingefleischte Grand-Prix-Experten und -Fans - die allgemein hohe Qualität der musikalischen Beiträge: Kaum schräge Stimmen und so gut wie keine Fremdschäm-Momente, dafür aber auch wenig Folkloristisches. Es dominierte Pop westlicher Machart mit maximal angedeuteten ethnischen Nuancen. Immerhin reichte die Palette von Gothic-Rock aus Georgien über Italo-Jazz-Piano, korsische Oper und Euro-Pop aus Ungarn bis zu spanischer Fiesta-Musik.

Die größte TV-Show, die das deutsche Fernsehen je produziert hat, bot über weite Strecken großes Kino: Eine fantastische Bühne, ein vor Farbenbrillanz sprühender Riesenscreen von 60 Mal 18 Metern, verspielt-künstlerische Einspielfilmchen und untypisch-deutsche Gags - da passte einfach alles. Gut, das Ganze hat die Gebührenzahler auch rund zwölf Millionen Euro gekostet. Aber die Shows in Oslo und Moskau in den Vorjahren waren noch teurer, wie die ARD Vorsitzende Monika Piel kurz vor dem Finale betonte - und außerdem ist der letzte Grand Prix auf deutschem Boden ja auch 28 Jahre her.

Moderatoren überzeugen

Das Moderatoren-Trio Anke Engelke, Judith Rakers und Stefan Raab machte seine Sache gut: Engelke überzeugte durch Witz und ihre Eloquenz in perfektem Englisch und Französisch, "Tagesschau!-Sprecherin Rakers zeigte sich in silbrig glänzenden Galakleidern und plauderte im "Green Room" mit den Künstlern wie in einer Opern-Pause.

Raab überzeugte weniger als Moderator denn als musizierender Entertainer: Seine Show-Eröffnung mit "Satellite" - Lenas Gewinnersong von 2010 - war ein Kracher: Rockig und mit Big-Band-Unterstützung interpretierte er das Lied völlig neu. Und als Sahnehäubchen durfte Lena aus einem Pulk von Lena-Klonen auf einen Kontrabass steigen und die letzten Takte mitträllern.
Insgesamt eine herausragende Show! (mit dpa)

Fotos: So feierte Hamburg auf dem Spielbudenplatz

  1. Aserbaidschan 221 Punkte
  2. Italien 189 P.
  3. Schweden 185 P.
  4. Ukraine 159 P.
  5. Dänemark 134 P.
  6. Bosnien-Herzegowina 129 P.
  7. Griechenland 120 P.
  8. Irland 119 P.
  9. Georgien 110 P.
  10. Deutschland 107 P.
  11. Großbritannien 100 P.
  12. Moldawien 97 P.
  13. Slowenien 96 P.
  14. Serbien 85 P.
  15. Frankreich 82 P.
  16. Russland 77 P.
  17. Rumänien 77 P.
  18. Österreich 64 P.
  19. Litauen 63 P.
  20. Island 61 P.
  21. Finnland 57 P.
  22. Ungarn 53 P.
  23. Spanien 50 P.
  24. Estland 44 P.
  25. Schweiz 19 P.