Lieber User,

anscheinend hast Du einen Ad-Blocker aktiviert oder Javaskript deaktiviert. Um unsere Existenz zu sichern, sind wir als werbefinanzierter privater Radiosender auch im Internet auf Werbung angewiesen. Damit Du auch weiterhin alle Inhalte unserer Webseite nutzen kannst, bitten wir dich, Deinen Ad-Blocker zu deaktivieren oder radiohamburg.de als Ausnahme hinzuzufügen. Sobald Du das gemacht hast, kannst Du unsere Inhalte nach einem Reload der Seite ganz normal weiternutzen.

103.6 Grüße
Dein Radio Hamburg Team


*Sollte diese Meldung fälschlicherweise angezeigt werden, schicke uns bitte eine Mail an adblocker@radiohamburg.de

Es gibt neue Inhalte auf unserer Startseite - jetzt aktualisieren! [Schließen]
Radio Hamburg

Irreführende Werbung bei Nutella

Ferrero muss Millionen zahlen

Washington, 30.04.2012

Eine Mutter hat mit einer Klage gegen den Hersteller von Nutella wegen irreführender Werbung in den USA einen millionenschweren Erfolg erzielt.

Ein halbes Jahr ist es erst her, da haben Richter am Oberlandesgericht in Frankfurt den Süßwarenhersteller Ferrero dazu verdonnert, die Nährwertangaben auf den Nutellagläsern zu ändern. Die Firma hat die Angaben zu Fettinhalt, Kalorien und Vitaminen so irreführend dargestellt, dass uninteressierte Verbraucher zu dem Eindruck gelangen konnten, dass Nutella gesund und nahrhaft ist. Dieses Problem haben auch Verbraucher in Amerika gehabt. Dort hat eine Mutter jetzt mit ihrer Klage millionenschweren Erfolg gehabt.

Ferrero einigte sich auf einen Vergleich

Die Frau hatte der Firma Ferrero USA vorgeworfen, die Schokocreme als "gesundes und nahrhaftes Frühstück" anzupreisen, obwohl es ähnlich viel Fett und Zucker enthalte wie ein Schokoriegel. Das Unternehmen einigte sich jetzt nach einem monatelangen Gerichtsverfahren mit der Gegenseite auf einen Vergleich, der Zahlungen an Nutella-Käufer in den USA von insgesamt gut drei Millionen Dollar (2,26 Millionen Euro) vorsieht. Jeder, der in den vergangenen drei bis vier Jahren in den USA Nutella gekauft habe, könne eine Zahlung bis zu 20 Dollar einfordern, heißt in der offiziellen Darstellung zu dem Vergleich. Das entspreche dem typischen Preis von fünf Gläsern des Brotausstrichs.

Ferrero USA hat laut den Gerichtsdokumenten zwar keine Fehler eingeräumt, aber angekündigt, "gewisse Aussagen" über Nutella "zu modifizieren". Die Mutter hatte argumentiert, dass die Werbung die Creme gesünder erscheinen ließ, als sie in Wirklichkeit ist. Das Unternehmen war am Sonntag nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

Häufige Klagen in den USA

In den USA gibt es häufig Klagen gegen Lebensmittelhersteller - sei es wegen irreführender Werbung oder wegen Produkthaftungsfragen. Die Fast-Food-Kette Taco Bell sah sich im Vorjahr dem - letztlich haltlosen - Vorwurf ausgesetzt, dass die Fleischgerichte zu wenig Fleisch enthielten. Konkurrent McDonald's sollte einmal Millionen zahlen, weil heißer Kaffee einer Frau Verbrennungen zugefügt hatte. Generell sind Raucher-, Asbest- und Brustimplantat-Klagen oder Prozesse gegen Autohersteller und Pharmaunternehmen ein Milliardengeschäft.

(dpa)