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Radio Hamburg

In den Swingerclub nach Jamaika

Erneut Sexreisen bei Ergo-Versicherung aufgedeckt

Düsseldorf, 30.08.2012
Ergo, Gebäude, Versicherung, Pressebild

Und schon wieder gerät der Versicherer Ergo in Negativ-Schlagzeilen. Diesmal sollen es Sexreisen nach Jamaika gewesen sein.

Beim Versicherungskonzern Ergo sind weitere Sexreisen für Versicherungsvertreter bekannt geworden.

Beim Versicherungskonzern Ergo sind weitere Sexreisen für Versicherungsvertreter bekanntgeworden. Ein Konzernsprecher bestätigte in Düsseldorf einen entsprechenden Bericht des "Handelsblatt".

Demnach haben Vertreter bei der Konzerntochter Hamburg-Mannheimer in den Jahren 2009, 2010 und 2011 Reisen in einen Swingerclub auf Jamaika organisiert. Die Zeitung zitiert aus einem Ergo-Revisionsbericht vom 24. Juni 2011, wonach allein bei einer Reise 2010 Gesamtkosten in Höhe von mehr als 75.000 Euro anfielen. 2005 soll außerdem ein Bordellbesuch auf Mallorca vom damaligen Vertriebschef gesponsert worden sein. Der Konzern war 2011 durch eine Sexparty in Budapest mit Prostituierten als Belohnung für Versicherungsvertreter in die Schlagzeilen geraten. Das Hotel heißt Hedonism II. udn es wirbt auf seiner Webseite mit folgendem Slogan:  „...das berüchtigtste Hotel der Welt für Singles und Paare ab 18 Jahren”.

Sexreisen anch Mallorca und Jamaika

Ergo teilte auf Anfrage der "Handelsblattes" mit, der Bordellbesuch auf Mallorca und die Ausflüge in den Swingerclub auf Jamaika seien nicht mit der Budapest-Affäre vergleichbar. Die Jamaika-Reisen hätten unabhängige Vermittler in Eigenregie organisiert, sagte Ergo-Sprecher Alexander Becker der dpa. Dafür habe es Zuschüsse gegeben. Zur Mallorca-Reise sagte er: "Es gab seinerzeit Hinweise, dass nach dem Programm noch in ein Bordell eingeladen worden sein soll." Dies sei am Ende einer Untersuchung aber nicht eindeutig gewesen. "Wir konnten nicht aufklären, was dort passierte."

(dpa/aba)