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Radio Hamburg

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Financial Times Deutschland: Letzte Ausgabe erschienen

Hamburg, 07.12.2012
FTD letzte Ausgabe

So sieht das Titelblatt der letzten "Financial Times Deutschland" aus.

Am Freitag (7.12.) erscheint die letzte Ausgabe der "Financial Times Deutschland" (FTD). Für den Leser und die Macher eine besondere Ausgabe.

Vor zwei Wochen hatte der Mediakonzern Gruner + Jahr (G + J) das Aus der Wirtschaftszeitung nach fast 13 Jahren offiziell bekanntgegeben. Nun ist die letzte Ausgabe erschienen.

FINAL Times Deutschland

"FINAL Times deutschland - Endlich schwarz" - das ist auf dem geschwärzten Titelblatt zu lesen - eine Anspielung auf die schwarzen Zahlen, die die "FTD" nie schrieb. Auf den folgenden Seiten werden die besten Investigativ-Storys, Porträts und Karikaturen aus der 13-jährigen "FTD"-Geschichte präsentiert. Cheflayouter Carsten Lüdemann frischte für die Endausgabe noch einmal die schönsten Illustrationen der FTD auf. Absoluter Favorit der FTD-Redaktion - die "Heuschrecke" in allen möglichen Variationen. Die Seitenzahlen werden rückwärts gezählt ("noch 42"), auf der letzten Seite gibt es ein Gruppenbild. Die FTD-Redaktion verneigt und entschuldigt sich dort bei Gesellschaftern, Anzeigenkunden, Politikern und anderen - auf eine ironisch-rührende Art und Weise.

G + J-Chefin bedauert das Aus

Für die defizitäre "FTD" habe der Vorstand keinen Weg gesehen, sie weiter zu betreiben, hatte die für die Wirtschaftsmedien zuständige G + J-Deutschland-Chefin Julia Jäkel mitgeteilt. Dennoch fiel auch ihr die Einstellung schwer. Die "FTD" sei eines der ambitioniertesten journalistischen Projekte der vergangenen Dekade gewesen, sagte die Managerin. "Es geht ein bedeutendes Kapitel deutscher Publizistik zu Ende." Dem stimmten auch die Leser zu, die in ihren Zuschriften für Professionalität und Meinungsfreude, Seriosität und Humor dankten.

314 Mitarbeiter vor ungewisser Zukunft - Demonstration geplant

Die lachsfarbene Zeitung, die seit ihrer Gründung im Jahr 2000 rote Zahlen schrieb, gehörte zu den G + J-Wirtschaftsmedien, bei denen es zu weiteren Veränderungen kommt. Durch die Maßnahmen bei den Wirtschaftsmedien stehen 314 Mitarbeiter vor einer ungewissen Zukunft. 50 weitere Arbeitsplätze in verknüpften Verlagsbereichen sollen möglichst durch Fluktuation abgebaut werden. Mit den Betriebsräten wird über einen Sozialplan verhandelt. Beschäftigte der FTD wollen am Freitagnachmittag (7.12.) vor dem Hauptgebäude des Verlages am Baumwall demonstrieren.

 

(mag/dpa)