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Radio Hamburg

Jury und Publikum sind sich einig

„Shitstorm“ ist der Anglizismus 2011

Anglizismus des Jahres

Diese Wörter mit englischem Wortstamm wurden im letzten Jahr wie selbstverständlich in der deutschen Sprache verwendet.

Die Jury wählte in diesem Jahr aus knapp 60 Vorschlägen „Shitstorm“ zum Anglizismus des Jahres 2011.

Hamburg, 13.02.12

„Shitstorm“ ist der Anglizismus des Jahres 2011. Für das vor allem im Internet gebräuchliche Wort gebe es keine passende deutsche Übersetzung, begründete die Jury um den Hamburger  Sprachwissenschaftler Anatol Stefanowitsch am Montag (13.02.2012) die Entscheidung. Als „Shitstorm“ wird die öffentliche Entrüstung im Netz bezeichnet, bei der sich Argumente mit Beleidigungen und Bedrohungen mischen, zuletzt etwa gegen Banken.

Akzeptanz auch in Öffentlichkeit

Die Zusammensetzung von Shit (Scheiße) und Storm (Sturm) sei auch nicht vulgär. „Natürlich handelt es sich um einen gewollt derben Ausdruck, dem man seine Herkunft aus dem amerikanischen Slang ansieht“, sagte der Wissenschaftler. „Aber gerade der klare Lehnwortcharakter des Wortes federt diese Derbheit soweit ab, dass das Wort auch im öffentlichen Sprachgebrauch akzeptiert ist.“

Positiver Einfluss auf deutsche Sprache

In der Jury sitzen neben dem Hamburger Sprachwissenschaftler die Anglistin Susanne Flach aus Berlin, die Germanistin Kristin Kopf aus Mainz, Michael Mann von der Universität Erlangen-Nürnberg und der Leipziger Sprachwissenschaftler Jan Wolgemuth.

Die Wissenschaftlergruppe kürt seit 2010 den Anglizismus des Jahres und will damit ein Zeichen für den positiven Einfluss der Worte englischen Ursprungs auf die deutsche Sprache setzen. Sie
wählten diesmal aus knapp 60 Vorschlägen aus, darunter  „Cyberkrieg“, „Tablet“, „Cloud“ und „Occupy“. Das Wort „Shitstorm“ füllt für Stefanowitsch „eine Lücke im deutschen Wortschaft, die sich durch Veränderungen in der öffentlichen Diskussionskultur aufgetan hat“. Die deutschen Begriffe Kritik oder Sturm der Entrüstung griffen in diesem Zusammenhang zu kurz.

(dpa)

Anglizismen des Jahres 2011

Top 16 der Publikumsabstimmung

  • Shitstorm

    Massenhafte, öffentliche Entrüstung im Netz bezeichnet, bei der sich Argumente mit Beleidigungen und Bedrohungen mischen

  • Occupy

    Bedeutet übersetzt "besetzen" und ist gleichzeitig die Abkürzung für die Occupy-Wall-Street-Bewegung

  • Cloud

    Oder auf Deutsch "Wolke" beschreibt die Möglichkeit, das sich Anwendungen und Daten nicht mehr nur auf dem lokalen Rechner oder im Firmenrechenzentrumbefinden, sondern in der (metaphorischen) "cloud" sind

  • Scripted Reality

    Ist ein Dokusoap-Genre des Realitiy-TV, in dem eine Realitiy-Show nur vorgegeben wird, die Szenen jedoch von Schauspielern (meist Laiendarstellern) nach Regieanweisung (Skript) gespielt werden

  •  -gate

    Bedeutet übersetzt "Tor" oder "Schranke"

  • Stresstest

    Test, bei dem Reaktionen auf Stess wie erhöhte Beanspruchung und Belastung physischer oder psychischer Art gemessen werden

  • Haircut

    Gemeint ist der Teilverzicht von Gläubigern bei der radikalen Umschuldung Griechenlands

  • Post-Privacy

    Bezeichnet einen Zustand, in dem es keine Privatsphäre mehr gibt und Datenschutz nicht mehr gilt

  • Euro-Bonds

    Als EU-Anleihe wird eine theoretische , bisher aber nocht verwirklichte Art der Staatsanleihe in der EU oder Eurozone bezeichnet

  • Tablet

    Ein "Tablet" ist ein tragbarer, flacher Computer, der vollständig im Gehäuse einesTouchscreen untergebracht ist und per Finger oder per Stift bedient werden kann

  • Hacktivism

    Hacktivism ist eine Verschmelzung der Wörter hack  und activism  und bezeichnet im Englischen den politisch motivierten und nicht autorisierten Zugriff auf informationstechnische Systeme, z.B. Computernetzwerke

  • Cyberkrieg/-war

    Hochtechnisierten Formen des Krieges im Informationszeitalter, die auf einer weitgehenden Computerisierung, Elektronisierung und Vernetzung fast aller militärischer Bereiche und Belange basieren

  • circeln

    Der Begriff stammt aus dem sozialen Netzwerk Google+ und bedeutet, jemanden zu einer Kontaktliste hinzuzufügen

  • Contentfarm

    Angebote, die zur Generierung von Seitenaufrufen relativ gehaltlose Texte produzieren, die besonders viele Schlagwörter zu einem Thema enthalten, um in Suchmaschinen besser platziert zu werden

  • Barcamp

    Offene Tagung mit Workshops, deren Inhalte und Ablauf von den Teilnehmern zu Beginn der Tagung selbst entwickelt und im weiteren Verlauf gestaltet werden

  • Masterand

    Masterand ist eine Analogiebildung zu Diplomand, d.h. es bezeichnet jemanden, der an seiner Masterarbeit arbeitet