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Radio Hamburg

Nasa-Sonden

Neue Vermessung des Mondes

Nasa Sonden Grail

Die beiden "Grail"-Sonden der Nasa sollen die Schwerkraft des Mondes exakter vermessen als bisher.

Auch die zweite Nasa-Sonde zum Vermessen des Schwerefeldes des Mondes hat die Umlaufbahn um den Erdtrabanten erreicht.

Washington - Sie nehmen den Mond ganz genau unter die Lupe: Die beiden "Grail"-Sonden der Nasa sollen die Schwerkraft des Erdtrabanten hundert- bis tausendmal exakter vermessen als bisher. Auch die zweite Nasa-Sonde hat nun die Umlaufbahn um den Erdtrabanten erreicht. Grail-B (Gravity Recovery And Interior Laboratory) schwenkte am Abend des Neujahrstages auf den Mond-Orbit ein, teilte die US-Raumfahrtbehörde Nasa in Pasadena (Kalifornien) per Twitter mit. Alles verlaufe nach Plan, hieß es weiter. Bereits einen Tag zuvor war der Zwillings-Satellit Grail-A auf seine Bahn um den Mond eingeschwenkt.

"Grail" soll das Schwerefeld des Mondes hundert- bis tausendmal genauer bestimmen als bisher. Astronomen erwarten sich davon Aufschlüsse über die innere Struktur des Erdtrabanten. Die kühlschrankgroßen Sonden waren am 10. September zu ihrer neunmonatigen Mission vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida gestartet.

Komplizierte Manöver

Die beiden Sonden sollen so in Umlaufbahnen manövriert werden, dass sie mit etwa 100 Kilometern Abstand in einer Tandemformation hintereinanderherfliegen. Die komplizierten Manöver der Mission seien so bei einer Erkundungsmission außerhalb der Erde bislang noch nie geflogen worden seien, betonte die Nasa. Wissenschaftler erwarten die Ergebnisse schon gespannt. "Nach dieser Mission werden die Fachbücher über die Entstehung des Mondes neu geschrieben werden müssen", kündigte "Grail"-Forscherin Maria Zuber vom Massachusetts Institute of Technology (MIT) an.

Winzige Schwankungen im Schwerkraftfeld

Während die Apollo-Missionen zum Mond für die rund 400.000 Kilometer zum Erdtrabanten etwa drei Tage brauchten, ließen sich die "Grail"-Wissenschaftler bewusst Zeit für die lange Reise. Dadurch hätten die Forscher ausreichend Gelegenheit gehabt, die Sonden während des Fluges noch einmal auf Herz und Nieren zu testen, so die Nasa. Während der 82 Tage langen Messphase sollen die Sonden winzige Schwankungen im Schwerkraftfeld des Mondes kartieren. Wegen dieser Unterschiede, die von Gebirgen und Tälern, aber auch unterirdischen Masseänderungen hervorgerufen werden, fliegen die Sonden jeweils etwas schneller oder langsamer. Diese Geschwindigkeitsänderungen überwachen die "Grail"-Zwillinge dabei gegenseitig. Auf diese Weise entsteht eine etwa hundertmal genauere Schwerkraftkarte der Vorderseite des Mondes und eine tausendmal genauere Schwerkraftkarte der Rückseite als bisher. Diese Karten erlauben Einblicke in die innere Struktur des Erdtrabanten - von der Kruste bis zum Kern, wie die Nasa betont.

Aufschlüsse über die inneren Gesteinsplaneten

Aus den Erkenntnissen zur Entwicklungsgeschichte des Mondes erwarten die Forscher auch Aufschlüsse über die Entwicklung der inneren Gesteinsplaneten unseres Sonnensystems, einschließlich unserer Erde. Für die Erde gibt es bereits eine dreidimensionale Karte der Schwerkraft. Die stark überhöhten Computergrafiken des deutschen Geo-Forschungszentrums in Potsdam (GFZ) zeigen ein Gebilde, das entfernt an eine Kartoffel erinnert.

 

(dpa)