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Radio Hamburg

Die Chefs der Chefs

Wir kochen für Merkel & Co.

Berlin , 19.07.2012
Chefköche der Staats-Chefs in Berlin

Der "Club des Chefs des Chefs" trifft sich jährlich.

Was essen Staats-Chefs am liebsten? Das wissen ihre Köche. Und die treffen sich jetzt in Berlin - nicht nur zum Rezepte-Tausch...

Probieren geht über regieren: Derzeit stecken in Berlin 18 ganz besondere Küchenchefs ihre Kochmützen zusammen. In der Hauptstadt tagt der "Club des Chefs des Chefs" - die Köche der Staatsoberhäupter und Könige aus aller Welt. "Wir sind wie der G20 der Gastronomie", sagt Gilles Bragard, der den Club 1977 in Paris im Restaurant von Paul Bocuse gründete. Damals gab es acht Mitglieder, heute sind es 40.

Bei ihren jährlichen Treffen werden die Köche ausnahmsweise mal bekocht: In diesem Jahr gibt's für die "Chefs des Chefs" im Kanzleramt französisches Gemüsebüfett, Kasseler, Nürnberger Bratwurst und Sauerkraut. Ganz im Zeichen der deutsch-französischen Freundschaft. Auch die Chefköche selbst schwören auf nationale Spezialitäten - repräsentieren sie doch immerhin in kulinarischer Hinsicht ihr Land. "Die beste Küche der Welt ist die deiner Mutter", heißt es folgerichtig auch aus dem erlesenen Koch-Zirkel.

Was essen die Staats-Chefs am liebsten?

Bei Angela Merkel geht es regional zu - mit Schwarzwurzeln, Kohlrabi oder Spargel. Die Kanzlerin mag Eintöpfe, Gemüse und Salate. Das verrät ihr Koch Ulrich Kerz. Er ist seit 12 Jahren Chefkoch im Kanzleramt. Merkels Leibspeise behält Kerz aber lieber für sich, weil sie diese sonst überall auf der Welt bekäme. Was die Chefin absolut nicht essen will, streicht sie auf seiner Karte durch. Und wie kocht Merkel selbst? "Ich glaube, das kann sie sehr gut", so Ulrich Kerz. Fährt die Regierungschefin ins Ausland, hat er frei. Für große Essen kommt ein Cateringunternehmen dazu, bei jüdischen Gästen mit koscheren Wünschen auch mal ein Rabbi.

US-Präsident Barack Obama mag eigentlich alles und schaut auch selbst gern mal in der Küche vorbei. "Das ist so nett, wie eine frische Brise", sagt seine Köchin Cristeta Comerford - eine der wenigen Frauen des Metiers. Ihr Chef ist sowohl offen für Lokales als auch für Speisen rund um den Globus ist. Das Gemüse kommt aber direkt aus dem Garten des Weißen Hauses.

Bernard Vaussion, der seit 40 Jahren für die französischen Präsidenten kocht, kredenzte François Hollande jüngst bei einem Staatsbesuch Langusten mit Tomaten-Ingwersauce und gegrillten Steinbutt.

Bei Jesper Vollmer wechselt das Menü - je nachdem, wo sich die dänische Königin Margrethe gerade aufhält. Im Schloss nahe der deutschen Grenze wird zum Beispiel rote Grütze verspeist. "Wir reden viel über das Essen", erzählt Vollmer.

Im britischen Königshaus gilt laut Anton Mosimann: "Wenn's ums Essen geht, ist gute Stimmung." Was bei der Hochzeit von William und Kate auf dem Menü stand, gibt der Schweizer, der schon Margaret Thatcher und der Königinmutter diente, jedoch nicht preis. Das soll ein Geheimnis bleiben.

(dpa/jew)