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Radio Hamburg

Fehler-Statistik

So oft irren Ärzte

Wenn Mediziner Fehler machen, kann das fatale Folgen haben. Und die Zahl der Fälle ist 2011 gestiegen.

Im vergangenen Jahr gab es mehr Ärztefehler: In knapp 2.300 Fällen sind die Gutachter der Ärtzeschaft zu dem Schluss gekommen, dass Behandlungen, Diagnosen oder die Aufklärung der Patienten fehlerhaft oder unzulänglich gewesen sind - das sind knapp 90 Fälle mehr als ein Jahr zuvor. So kam es in gut 720 Fällen zu Dauerschäden, weil ein Mediziner die falsche Diagnose stellte, den Patienten fehlerhaft behandelte oder ihn schlicht über Gefahren nicht aufklärte. 99 Patienten starben, weil Ärzte pfuschten. Der häufigste Vorwurf ist Schluderei bei Operationen.

"Überall wo Menschen arbeiten, passieren Fehler - auch in der Medizin (...) Umso wichtiger ist es, dass die Patientinnen und Patienten bei einem vermuteten Schadensfall nicht allein gelassen werden", sagte Dr. Andreas Crusius, Vorsitzender der Ständigen Konferenz der Gutachterkommissionen und Schlichtungsstellen, bei der Vorstellung der Behandlungsfehler-Statistik 2011.

"Eine völlig fehlerfreie Behandlung wird es nie geben. Schon daraus resultiert die Verpflichtung, alles dafür zu tun, das Risiko so klein zu halten wie irgend möglich", so Crusius weiter. Er verwies darauf, dass die Ergebnisse der Gutachterkommission und Schlichtungsstellen seit zwölf Jahren mit Hilfe des Medical Error Reporting Systems (MERS) in einer bundesweiten Statistikdatenbank erfasst und ausgewertet werden. "Die Ergebnisse werden von der Ärzteschaft für Fortbildungs- und Qualitätssicherungsveranstaltungen aufbereitet um Strategien zur Fehlervermeidung zu entwickeln", so Crusius.

Neben den Gutachtern müssen sich auch Gerichte, Kassen und Versicherungen immer wieder mit medizinischen Fehlern befassen. Obwohl sie zusammen auf rund 40.000 Beschwerden kommen, befürchten Experten, dass es eine hohe Dunkelziffer gibt. Ob die Zahlen angestiegen sind, weil die Patienten besser informiert sind, wo sie sich beschweren können, ist nicht sicher.

(dpa/ jew)