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Radio Hamburg

GEMA ändert Tarife

Laut Clubbetreibern droht Diskosterben

Hamburg, 28.06.2012
RHH - Expired Image

Mit vollen Clubs und Diskotheken könnte bald Schluss sein - das befürchten zumindest die Betreiber.

Anfang des nächsten Jahres soll es bei der GEMA eine Tarifreform geben. Während die GEMA von Gerechtigkeit spricht, fürchten Clubbetreiber ein Diskosterben.

Die Hauptaufgabe der "Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte", kurz GEMA, ist der Einzug von Gebühren für die Nutzung musikalischer Werke. Unter der GEMA sind 3.300 Künstler vereint, dessen Urheberrecht betreut wird. Zur Zeit gibt es elf verschiedene Tarife, die den Satz der Gebühren je nach Veranstaltungsart berechneten. Im kommenden Jahr soll es bei der GEMA eine Tarifreform geben, die jetzt schon für viel Diskussionen sorgt.

Elf Tarife werden vereinfacht

Ziel der Reform ist es, die bisherigen elf Tarife zu zwei Tarifen zusammenzukürzen. Einer der neuen Tarife ergibt sich aus einem Mindestsatz für Veranstaltungen mit zwei Euro Eintritt oder weniger, der andere Tarif besteht aus einer Gebühr von einheitlichen zehn Prozent der Eintrittsgelder. Die Eintrittsgelder berechnen sich dabei aus dem eigentlichen Eintrittspreis und der Quadratmeterzahl des Veranstaltungsraumes. Außerdem zahlen Diskotheken-Betreiber und Veranstalter bislang eine monatliche Pauschale. Nach der Reform müssten sie für jede einzelne Veranstaltung mit Musik Geld an die GEMA zahlen. Laut GEMA-Bezirksdirektor Lorenz Schmid sei das ein angemessener Satz für die Urheber. Außerdem seien die Kosten für 60 Prozent der Veranstaltungen künftig weniger. Die 500.000 regelmäßigen Veranstaltungen würden hingegen verstärkt zur Kasse gebeten.

Diskussionen und Protest bei Betreibern

Unter den Clubbesitzern ist von angeblichen Mehrkosten von 600 bis 1.200 Prozent die Rede, die von vielen Clubs und Diskos nicht finanzierbar seien. Auch unter Hamburgs Club- und Diskobetreibern sorgen die Pläne der GEMA für Diskussionen und Protest. Auf die Seite der Clubbetreiber schlägt sich jetzt Familienministerin Kristina Schröder, die in der Zeitung "Passauer Neue Presse" vor einem Discosterben warnt. Viele Künstler dagegen warten auf eine endlich angemessene Vergütung ihrer Arbeit, die den Diskobetreibern ja überhaupt erst das Geschäft ermöglicht. Am 30. Juni soll in rund 500 Clubs und Discos bundesweit für fünf Minuten die Musik abgestellt werden. Eine Protest Aktion gegen die neuen GEMA Tarife.

(pov/dpa)