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Radio Hamburg

Proteste in Portugal

Demonstranten fordern Ende des Spardiktats

Lissabon, 16.09.2012
RHH - Expired Image

Nach Schätzungen sollen eine Million Menschen in Portugal gegen die Sparmaßnahmen protestieren.

Bei einer der größten Protestkundgebungen aller Zeiten in Portugal haben Hunderttausende in dem hoch verschuldeten Euroland gegen die Sparpolitik der Regierung demonstriert.

Es sind die größten Proteste seit Ende der Diktatur. Jeder zehnte Portugiese protestiert gegen die harten Sozialkürzungen zur Rettung des Euro. Die Demonstranten forderten am Samstag den Rücktritt der Regierung. In 40 Städten fanden Kundgebungen statt, an denen nach Schätzungen mehr als eine Million Menschen teilnahmen. Die Zeitung «Público» sprach am Sonntag von der größten Demonstration seit dem Ende der Diktatur 1974.

Böller und Tomaten

Die Protestmärsche folgten dem Motto "Zum Teufel mit der (Geldgeber-) Troika! Wir wollen unser Leben". In der portugiesischen Stadt Aveiro setzte sich ein Demonstrant sogar in Brand und verletzte sich schwer. Als Auslöser für die Proteste in Portugal gelten die geplante Erhöhung der Sozialabgaben von 11 auf 18 Prozent für Arbeitnehmer und die Senkung dieser Abgaben für die Arbeitgeber von 23,75 auf 18 Prozent. Demonstranten in Lissabon bewarfen die Vertretung des Internationalen Währungsfonds (IWF) mit Tomaten und Böllern. Bisher hatte Portugal bei der Sanierung der Staatsfinanzen Erfolg. Doch im August räumte die Regierung ein, zusätzliche Kürzungen seien nötig.

Proteste auch in Spanien

Auch in Spanien gingen die Menschen auf die Straße. Denn Madrid die Sparmaßnahmen verschärfen. Zum "Marsch auf Madrid" strömten nach Angaben der Veranstalter am Samstag mehrere Hunderttausend Menschen in die spanische Hauptstadt, um der Kundgebung unter dem Motto "Sie wollen unser Land ruinieren. Das müssen wir verhindern" beizuwohnen. Sondereinheiten der Polizei hinderten etwa 200 Protestler daran, zum Sitz der regierenden Volkspartei vorzurücken. Anders als in Portugal zeigt sich die spanische Regierung von den Protesten unbeeindruckt.

(pov/dpa)