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Radio Hamburg

Partielle Mondfinsternis

Wenn die Erde den Mond verdunkelt

Berlin, 25.04.2013
RHH - Expired Image

Zwischen 20 und 24 Uhr verdunkelt sich der Mond teilweise.

Am Donnerstagabend schiebt sich die Erde zwischen Mond und Sonne und wirft einen Schatten auf den Erdtrabanten.

Der Donnerstagabend (25.04.) bietet eine partielle Mondfinsternis, die besonders im weniger bewölkten Süden Deutschlands gut zu beobachten sein wird. Das kosmische Schattenspiel beginnt um 20.02 Uhr mit dem Eintritt des Mondes in den Halbschatten der Erde und dauert etwa vier Stunden.

Höhepunkt um 22:07 Uhr

Um 21.52 Uhr kommt der Mond in den Kernschatten. Erst dann kann die Finsternis beobachtet werden. Am schönsten zu sehen ist das Ereignis um 22:07 Uhr, wenn zum Maximum knapp zwei Prozent der Mondscheibe im Kernschatten der Erde liegen. Der nördliche Teil des Erdtrabanten erscheint dann stark verdunkelt.

Keine totale Mondfinsternis

Dieser Schatten werde aussehen wie eine "kleine, unscharfe Delle", sagte Jost Jahn, Sprecher des Vereins Vereinigung der Sternfreunde. Das Ereignis sei mit dem bloßen Auge erkennbar, aber nicht so bemerkenswert wie eine totale Mondfinsternis, die den Mond komplett in den Erdschatten tauchen und rötlich gefärbt erscheinen lässt.

Vermutlich schlechte Sicht im Norden

"Südlich des Mains sind die Chancen für diese Mondfinsternis relativ gut", sagte Martin Jonas, Meteorologe beim Deutschen Wetterdienst in Offenbach. Auch im Erzgebirge, im Thüringer Wald und in anderen Hochlagen des Mittelgebirges könnten Hobby-Astronomen mit guten Sichtverhältnissen rechnen. Im Norden verdeckten dichtere Wolken dagegen den Blick auf das astronomische Ereignis am Himmel.

Was ist eine partielle Mondfinsternis?

Bei einer partiellen Mondfinsternis stehen Sonne, Erde und Mond in einer Reihe, der Mond taucht aber nur teilweise in den Kernschatten der Erde ein. Bei einer totalen Mondfinsternis wird er dagegen vollständig verdeckt. Komplett finster wird er allerdings auch dann nicht: Langwelliges Licht, das von der Erdatmosphäre gebrochen und in den Schattenbereich gelenkt wird, färbt den Mond während der Finsternis rotbraun.

Was ist eine totale Mondfinsternis?

Das solltet Ihr wissen

Mondfinsternis: Was ist das eigentlich?

  • Wie entsteht eine totale Mondfinsternis?

    Bei einer Mondfinsternis steht die Erde genau zwischen Sonne und Mond. Der Mond ist bei einer totalen Mondfinsternis vom Kernschatten der Erde ganz bedeckt.

  • Wieso ist der Mond trotzdem sichtbar?

    Auch wenn der Mond bei einer totalen Finsternis vollständig im Kernschatten der Erde liegt, ist er noch schwach sichtbar, meist in rötlichen oder bräunlichen Farben. Grund dafür ist der langwellige rote Anteil am Sonnenlicht, der den Mond beleuchtet.

  • Wie oft gibt es eine totale Mondfinsternis?

    Die letzte totale Mondfinsternis mit einem XXL-Mond war vor 33 Jahren. Im 21. Jahrhundert ereignen sich 85 totale Mondfinsternisse.

Mondfinsternisse gibt es zwar seltener als Sonnenfinsternisse. Sie lassen sich aber häufiger beobachten, weil sie über einer großen Region sichtbar sind. Sonnenfinsternisse sind von der Erde aus nur in einem eher schmalen Streifen zu beobachten.

(dpa/pne)