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Radio Hamburg

Atomkatastrophe von Fukushima

Neues Leck wird zu "ernstem Zwischenfall"

Tokio, 21.08.2013

In der Atomruine Fukushima ist erneut radioaktives Wasser ausgelaufen. Jetzt ist die Rede von einem "ernsten Zwischenfall".

Ein neues Leck in der Atomruine Fukushima ist offenbar deutlich schlimmer als von den Behörden bislang angenommen. Wie die Atomaufsichtsbehörde am Mittwoch mitteile, werde sie mit der Internationalen Atomenergie-Organisation IAEA in Wien darüber beraten, ob der Vorfall auf Stufe drei der internationalen Bewertungsskala für nukleare Ereignisse angehoben wird.

Von "Anomalität" zu "ernster Zwischenfall"

Durch die neue Einstufung würde das Leck als "ernster Zwischenfall" eingestuft werden - bisher galt dort nur Stufe eins, die als "Anomalität" gekennzeichnet ist. Zuvor hatte der Atombetreiber Tepco bekanntgegeben, dass rund 300 Liter verstrahlten Kühlwassers aus einem Auffangtank ausgelaufen waren. Das übrige Wasser wurde am Mittwoch umgefüllt.

Viele Kinder an Schilddrüsenkrebs erkrankt

Seit dem Atomdrama in Fukushima von 2011 ist die Zahl der in Fukushima lebenden Kinder mit Schilddrüsenkrebs unter 18 Jahren stark gestiegen. Laut dem japanischen Fernsehsender NHK wurde bei sechs Kindern, die zum Zeitpunkt des Unfalls vom 11. März 2011 18 Jahre oder jünger waren, Schilddrüsenkrebs nachgewiesen. Gegenwärtig könne jedoch noch nicht genau bestimmt werden, ob der GAU im Atomkraftwerk Fukushima Daiichi ursächlich für die Krebserkrankungen verantwortlich sei.

2011 kam es zu Kernschmelzen in Fukushima

Infolge des Erdbebens und Tsunamis vom 11. März 2011 war das AKW verwüstet worden. Dabei kam es zu Kernschmelzen. Seither pumpen di Reparaturtrupps unentwegt Wasser zur Kühlung in die Reaktoren. Die dabei anfallenden riesigen Mengen verseuchten Wassers werden in Tanks gefüllt, die auf dem Gelände errichtet wurden. Das verseuchte Wasser soll aufbereitet werden, um es erneut zur Kühlung einzusetzen. Doch dort könnte es ein Problem geben, da jeden Tag mehrere hundert Tonnen Grundwasser in die Reaktorgebäude eindringen und sich mit dem kontaminierten Kühlwasser vermischen.

Erst vor kurzem gab Tepco zu,  dass täglich rund 300 Tonnen belastetes Wasser ins Meer sickern. In dem Wasser enthalten ist unter anderem Strontium, das von Wissenschaftlern auch als "Knochenkiller" bezeichnet wird. Es schädige das Knochenmark und könne Leukämie, also Blutkrebs, auslösen.

 

(dpa/pgo)

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