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Radio Hamburg

Aus Langeweile

Teenager erschießen Zufallsopfer

Oklahoma, 21.08.2013
Teenager erschießen australischen Studenten, Oklahoma

Der australische Student wurde in den USA von drei Teenagern erschossen.

Weil sie angeblich nichts Spannendes zu tun hatten, sollen sich drei Teenager in den USA einen Jogger als Zufallsopfer für tödliche Schüsse ausgeguckt haben.

Töten als Zeitvertreib? Zwei Teenager im US-Staat Oklahoma sind nach Schüssen auf einen jungen Studenten aus Australien wegen vorsätzlichen Mordes angeschuldigt worden.

Aus Spaß und Langeweile Studenten erschossen

Die mutmaßlichen Täter im Alter von 15 und 16 Jahren sollen dem jungen Mann aus Spaß und Langeweile mit einem Revolver in den Rücken geschossen haben, wie Medien am Dienstag (20.8.) berichteten. Die Tat kann bei einem Schuldspruch mit der Todesstrafe geahndet werden. Zudem bezichtigte die Staatsanwaltschaft einen 17-Jährigen der Beihilfe. Er soll das Auto gefahren haben, aus dem geschossen worden sei.

Teenager verfolgten Opfer mit Auto

Als Motiv soll einer der Jungen angegeben haben, dass sie einfach nichts Besseres zu tun gehabt hätten als "jemanden zu töten". Der Zeitung "The Oklahoman" zufolge war dieser "Jemand" ein 22 Jahre alter College-Baseballspieler aus Melbourne, der in den USA studierte. Er kam demnach in der vergangenen Woche beim Joggen an dem Haus vorbei, in dem sich die drei Jugendlichen aufhielten. Die Teenager hätten ihn dann "als Ziel ausgewählt", seien in ein Auto gesprungen und ihm gefolgt, zitierten die TV-Sender CNN und ABC Polizeichef Danny Ford.

In den Rücken geschossen

Dann hätten sie den jungen Mann, der in zwei Wochen seinen 23. Geburtstag gefeiert hätte, aus dem fahrenden Wagen heraus in den Rücken geschossen. Anschließend seien sie in ihrem Auto davongerast. Zeugen sahen den jungen Mann noch über die Straße wanken, wie die Sender berichteten, dann sei er auf die Knie gesackt und zusammengebrochen. Die Täter seien bereits wenige Stunden später festgenommen worden - dank einer Sicherheitskamera an einem Geschäft, die fotografierte, als die Teenager im Auto flüchteten.

 

US-Außenministerium spricht Beileid aus

Die Attacke sei völlig unprovoziert gewesen, sagte der Polizeichef dem Sender ABC. In seinen 30 Jahren im Amt habe er so etwas noch nicht erlebt. Das US-Außenministerium äußerste sich betrübt über den "tragischen Tod" und sprach der Familie und den Freunden des Australiers Beleid aus.

 

(dpa/mgä)