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Radio Hamburg

Geschlechterkampf

Frauen fühlen sich noch immer benachteiligt

Berlin, 27.08.2013

Viele Frauen sehen sich laut einer Umfrage noch immer nicht gleichberechtigt. Frauenrechtlerin Alice Schwarzer sieht die Kanzlerin am Zug.

Jede zweite Frau ist einer Umfrage zufolge unzufrieden mit dem Stand der Gleichberechtigung. 54 Prozent der Befragten gaben in einer Untersuchung des Allensbach-Instituts an, für gleiche Rechte von Mann und Frau müsse "noch einiges getan werden". Vor allem bei Verdienst, Karriere und Hausarbeit sehen sich Frauen benachteiligt. In der am Dienstag vorgestellten Erhebung im Auftrag des Frauenmagazins "Emma" sprachen sich zudem zwei von drei Frauen dafür aus, Frauen müssten sich zur Vertretung ihrer Interessen stärker organisieren.

Unzufriedenheit mit Bundeskanzlerin Merkel

"Das zeigt, dass sich die Frauen vernachlässigt fühlen", sagte Frauenrechtlerin Alice Schwarzer in Berlin. Am stärksten sei dieses Gefühl bei den 45- bis 59-Jährigen, aber auch bei der Mehrheit der Unter-30-Jährigen, erläuterte Allensbach-Chefin Renate Köcher. Die Chancen für Frauen, ihre Interessen in der Politik durchzusetzen, wurden mehrheitlich positiv bewertet. Trotzdem ist die Unzufriedenheit mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) groß. Nur jede dritte Befragte war der Meinung, Merkel setze sich genügend für Frauen ein. 28 Prozent dagegen waren in dieser Frage unentschieden oder machten keine Angaben.

Gleichstellung in der Sexualität

"Natürlich hatte sie in den letzten Jahren im Weltmaßstab einiges um die Ohren", sagte Schwarzer über Merkel. "Aber dennoch kommt Unmut auf, dass sie eine Menge Zugeständnisse auf Kosten der Frauen macht." Da habe die Kanzlerin auch ein psychologisches Problem. "Sie will den Aspekt Frau nicht betonen, um die Leute nicht noch mehr zu reizen." Vergleichsweise zufrieden sind die Frauen der Umfrage zufolge mit der Gleichberechtigung in Schule und Ausbildung und in der Partnerschaft. Immerhin 55 Prozent fühlten sich auch in der Sexualität gleichgestellt.

Feste Vorstellungen bei beiden Geschlechtern

Bei der Kindererziehung und der Hausarbeit dagegen sieht es anders aus. "Selbst wenn beide Partner ganztags berufstätig sind, wird das Schwergewicht der Hausarbeit von Frauen geleistet", kritisierte Köcher. Es gebe bei beiden Geschlechtern feste Vorstellungen, "was Mann kann". "Bügeln gehört eben nicht dazu." Das Allensbach-Institut befragte im Auftrag des Frauenmagazins "Emma" 1490 Männer und Frauen in Deutschland. (dpa/apr)

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