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Radio Hamburg

Schock für 50 Jugendliche

Deutscher Reisebus verunglückt in Frankreich

Lyon, 17.08.2013
Reisebus, Deutscher Reisebus, Frankreich

Ein deutscher Reisebus mit 50 Jugendlichen an Bord verunglückte in Frankreich. (Symbolbild)

In der Nacht zum Samstag (17.8.) ist ein Bus mit 50 Jugendlichen aus Deutschland in Frankreich verunglückt. Die beiden Fahrer starben.

Für rund 50 Jugendliche aus Nordrhein-Westfalen hat der Spanienurlaub mit einer Tragödie begonnen. Ihr Reisebus krachte in der Nacht zum Samstag (17.8.) in Frankreich in einen vorausfahrenden Lastwagen.

Busfahrer und Beifahrer sterben, Jugendliche erleiden leichte Verletzungen

Bei dem schweren Auffahrunfall auf der A6 rund 90 Kilometer nördlich von Lyon kamen nach Angaben der französischen Behörden der Fahrer des Busses sowie sein Beifahrer ums Leben. Drei Jugendliche sowie zwei Begleiter mussten in ein Krankenhaus gebracht werden. Sie erlitten leichtere Verletzungen. Die mit dem Schrecken davongekommenen Teenager im Alter zwischen 15 und 17 oder 18 Jahren wurden vorübergehend im Festsaal der nahe dem Unfallort gelegenen Gemeinde Fleurville untergebracht und vom Roten Kreuz versorgt. Auch Mitarbeiter des deutschen Generalkonsulats in Lyon kümmerten sich um die aus Alpen am Niederrhein stammende Gruppe.

Jugendliche wollen Reise fortsetzen

Die Jugendlichen wollten die Reise nach Empuriabrava mit einem Ersatzbus fortsetzen. Die meisten Eltern seien mit dieser Entscheidung einverstanden, sagte Otto Rischer, Vorstandsmitglied des Katholischen Ferienhilfswerks St. Ulrich aus Alpen. Auf der Internetseite des Ferienlagers hieß es: "Nach einer ersten Beratung mit verschiedenen Eltern, den Betreuern vor Ort sowie Notfallseelsorgern und Polizei erscheint eine Fortsetzung der Ferienfreizeit zur Vermeidung posttraumatischer Belastungsstörungen (...) wesentlich sinnvoller als ein Abbruch der Fahrt." Es sei wichtig, "die in der Gruppe erlebte schlimme Situation auch in der Gruppe zu verarbeiten".

Noch keine Erkenntnisse zur Unfallursache

Warum der Busfahrer eine halbe Stunde nach Mitternacht in der Region Burgund in den Lastwagen krachte, war zunächst unklar. "Wir haben noch keine Erkenntnisse über die exakte Unfallursache", kommentierte die Unterpräfektin Rozenn Caraës. Es sei ein Ermittlungsverfahren eröffnet worden. Das Fahrzeug mit den rund 50 Reisenden und zwei Fahrern gehörte zu einem Busunternehmen aus Fiersbach in Rheinland-Pfalz. Zum großen Glück für die Jugendlichen stürzte der Bus nicht um und fing auch kein Feuer.

Bus erst drei Jahre alt

"Wir können uns den Unfall nicht erkläre", teilte das Bus-Unternehmen Bischoff-Touristik mit. Der Bus sei erst drei Jahre alt gewesen, entspreche dem neuen Stand der Technik und habe im Juli eine letzte Sicherheitsprüfung durchlaufen, erläuterte Inhaber Uwe Bischoff. "Unser Bus war vorschriftsmäßig mit zwei Busfahrern besetzt." Die beiden Fahrer im Alter von 48 und 57 Jahren seien als äußerst gewissenhaft bekannt gewesen. "Einer der Fahrer ist schon über 20 Jahre in unserem Unternehmen", hieß es.

Häufig Unfälle mit deutscher Beteiligung auf französischer A6

Nach Angaben des deutschen Generalkonsulats in Lyon kommt es auf der französischen A6 häufig zu Unfällen mit Beteiligung von Deutschen. "Das ist die Hauptachse des Reiseverkehrs in Richtung Süden. Da bleibt es nicht aus, dass es Unfälle gibt", sagte Generalkonsul Christian Seebode am Samstag. Nicht ohne Grund habe auch der ADAC seine Frankreichzentrale in Lyon.

 

(dpa/mgä)