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Radio Hamburg

Vogelgrippe H7H9

Übertragung von Mensch zu Mensch?

Peking, 07.08.2013
RHH - Expired Image

Die Vogelgrippe H7H9 soll angeblich von Mensch zu Mensch übertragbar sein. (Symbolbild)

Forscher in Peking haben jetzt Hinweise darauf gefunden, dass die Vogelgrippe H7H9 auch von Mensch zu Mensch übertragen werden kann.

Die Vogelgrippe H7H9 forderte dutzende Opfer in China. Nun haben Forscher Hinweise darauf gefunden, dass sich Menschen untereinander mit der tödlichen Vogelgrippe angesteckt haben. "Unsere Befunde unterstreichen, dass das neue Virus eine Pandemie auslösen könnte", schreibt das Forscherteam um den Wissenschaftler Bao Chang-jun vom Centre of Disease Control and Prevention in der südchinesischen Stadt Nanjing.

Erreger löst bei vielen Lungenentzündung aus

Eine neue Form der Vogelgrippe H7H9 wurde erstmals im März bei Menschen nachgewiesen, danach stieg die Zahl der Infizierten schnell. Bei vielen löste der Erreger eine Lungenentzündung aus. In den meisten Fällen gingen die Behörden davon aus,  dass sich die Menschen bei Geflügel angesteckt hatten, woraufhin tausende Tiere gekeult und Märkte mit lebendem Geflügel geschlossen wurden. Doch auch danach kamen noch neue Ansteckungen hinzu, sodass die Weltgesundheitsorganisation bis Juli 133 Infizierte registrierte. 43 von den 133 Infizierte kamen ums Leben.

Vater steckte vermutlich Tochter an

Bereits im April hatte die Weltgesundheitsorganisation eine Übertragung von Mensch zu Mensch in seltenen Fällen als wahrscheinlich bezeichnet. In drei Familien habe sich das Virus direkt unter den Verwandten ausgebreitet. Bao Chang-jun und seine Kollegen schauten sich ebenfalls eine Familie genauer an: Ein 60-jähriger Vater hatte ich im März mit dem Virus infiziert, woraufhin seine 32 Jahre alte Tochter sich ohne Schutz um ihn kümmerte. Später erkrankte die junge Frau auch an dem Virus, ohne dass es einen Nachweis für einen direkten Kontakt von ihr mit Geflügel gab. Vater und Tochter starben an multiplem Organversagen.

Man muss wachsam bleiben

Die Wissenschaftler wiesen bei beiden einen fast identischen Stamm des Erregers nach. Die Forscher gehen in diesem Fall von einer direkten Übertragung zwischen Vater und Tochter aus, jedoch gebe es keinen abschließenden Beweis für diese Theorie. Die Studie gebe keinen direkten Hinweis darauf, dass das Virus näher vor dem Ausbruch einer Pandemie stehe. Die Experten betonten aber: "Es ist eine Erinnerung daran, dass wir wachsam bleiben müssen: Die Gefahr von H7N9 ist auf keinen Fall vorbei."

(dpa/pgo)

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