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Radio Hamburg

Zu viele Bestnoten

Kontrollsystem für Pflege-TÜV reformiert

Berlin, 13.08.2013
Krankenhaus, Krankenbett, Pfleger, Krankenschwester, Bett

Für Pflegebedürftige und ihre Angehörigen soll es in Zukunft mehr Transparenz geben.

Die Prüfungen von Pflegeheimen sollen nach massiver Kritik verschärft werden. Pflegebedürftige sollen sich so besser über die Qualität informieren können.

Eigentlich soll der Pflege-TÜV die Suche nach einem Heim erleichtern und Missstände eindämmen. Das funktioniert aber nur, wenn gute Noten auch wirklich nur an gute Pflegeheime gehen. Das ist der Kritikpunkt mehrerer Politiker, Patientenverteter und Experten. Bei den Bewertungen des medizinischen Dienstes der Krankenkassen kämen zu viele Bestnoten heraus. So könnten schlechte Heime gute Noten bekommen, indem sie ausführlich Akten führten oder das Essen in Ordnung sei. "Wenn ich aber in der Gesamtbeurteilung häufiges Wundliegen mit einem guten Schnitzel oder einem schönen Gartenfest ausgleichen kann, dann ist das Instrument gescheitert", so der Bundespatientenbeauftragte Wolfgang Zöller.

Einigung besteht schon länger

Pflegekassen und Heimbetreiber haben sich nach langen Diskussionen bereits im Juni hinter verschlossener Tür in einer Schiedsstelle geeinigt. Letzte Woche lief die Widerspruchsfrist ab. "Jetzt wird der Schiedsspruch ausformuliert und dann veröffentlicht", hieß es in Verhandlungskreisen. In Zukunft sollen unter den bisher 82 Kriterien für die Bewertung eines Heims die Ergebnisse der 21 zentralsten Punkte im Internet besonders hervorgehoben werden. Unter diesen sind auch besonders ausschlaggebende Kriterien wie die Flüssigkeitsversorgung und die Vorbeugung gegen Wundliegen.

Die Forderung der Krankenkassen, dass die besonders gekennzeichneten Punkte bei der Benotung stärker gewichtet werden, konnte nicht durchgesetzt werden. Manche vermeintlich minderwertigen Kriterien sollen gestichen werden, darunter die Frage ob es "jahreszeitliche Feste" gibt. Außerdem soll bei mehr Bewohnern als bisher genauer hingesehen werden, vor allem bei mehr schweren Fällen der Pflegestufe drei. "Ich möchte, dass die schwarzen Schafe als solche zu erkennen sind", so Zöller. Der Beschluss müsse zügig umgesetzt werden und Qualitätsunterschiede sollen realitätsnaher dargestellt werden.

Umsetzung Anfang 2014 geplant

Das Bundesgesundheitsministerium erwartet eine zügige Umsetzung der Reform und rechnet damit, dass die Neuregelungen Anfang 2014 wirksam werden. Der Präsident des Sozialverband Deutschland, Adolf Bauer, sieht die Änderungen kritisch: "Um von einer ausreichenden Informationen der Pflegebedürftigen und ihrer Angehörigen zu sprechen, reicht es noch nicht."

(dpa/slu)

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