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Radio Hamburg

Greenpeace

Gefährliche Schadstoffe in Outdoor-Kleidung

Hamburg, 12.12.2013
Greenpeace Flaggschiff Rainbow Warrior III

Outdoor-Sportler brauchen gute Kleidung, doch diese kann auch krank machen.

Wetterfeste Markenkleidung von The North Face, Patagonia, Adidas und Salewa dünste Chemikalien aus. Doch Greenpeace nennt Alternativen.

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace hat nach eigenen Angaben zwei unabhängige Labore beauftragt, 17 Outdoor-Artikel auf per- und polyfluorierte Chemikalien (PFC) und andere Schadstoffe zu prüfen. Das Ergebnis: Wetterfeste Markenkleidung von The North Face, Patagonia, Adidas und Salewa dünste Chemikalien aus. In allen Proben seien PFC nachgewiesen worden. "Die Outdoor-Branche wirbt nach wie vor mit unberührter Natur. Aber ihre Kleidung enthält Schadstoffe, die sich inzwischen rund um den Globus nachweisen lassen. Das ist vor allem ein Problem in den Produktionsländern. Aber auch bei uns finden wir PFC in der Umwelt, im Trinkwasser und im menschlichen Blut", sagt Manfred Santen, Chemie-Experte von Greenpeace.

PFC können das Immunsystem beeinträchtigen

PFC lassen Wasser und Schmutz von Outdoor-Kleidung abperlen und deshalb sei diese so robust und beliebt. Doch Fluorverbindungen könnten in der Umwelt kaum abgebaut werden und gelangen über Nahrung, Trinkwasser und Luft auch in den menschlichen Organismus. Einige PFC können das Immunsystem und die Fruchtbarkeit beeinträchtigen und zu Schilddrüsenerkrankungen führen.

Handschuhe der Marke Mammut enthielten laut Greenpeace sogar illegale Konzentrationen der gesundheitsschädlichen Perfluorsulfonsäure (PFOS). Der Wert überschreite den gesetzlichen Grenzwert von einem Mikrogramm pro Quadratmeter um das Neunfache. Jacken von Schöffel, Jack Wolfskin und Mammut enthielten nach Angaben der Umweltschutzorganisation bedenkliche Konzentrationen der giftigen Perfluoroktansäure (PFOA).

Schadstofffreie Alternativen

Bedenklich seien auch einige Test-Ergebnisse anderer Schadstoffe, wie der hormonell wirksamen Weichmacher (Phthalate) oder Nonylphenole. Doch Alternativen zu dieser schadstoffbelasteten Outdoor-Kleidung gäbe es bereits auf dem Markt. Dazu zählen Jacken mit PFC-freien Membranen oder Imprägnierungen aus Polyester und Polyurethan. Auch diese Jacken sind winddicht, atmungsaktiv und halten einem Wolkenbruch stand. "Vor dem Kauf sollten Verbraucher prüfen, ob sie eine Jacke für den Gipfelsturm oder den Spaziergang benötigen. Die schadstofffreien Jacken genügen fast immer", sagt Santen. (apr)

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