Radio Hamburg

Formel-1-Chef

Bernie Ecclestone wegen Bestechung angeklagt

München, 17.07.2013

Die deutsche Justiz macht ernst: Formel-1-Chef Ecclestone steht unter Anklage. Die Vorwürfe: Bestechung und Beihilfe zur Untreue.

Die Münchner Staatsanwaltschaft hat Formel-1-Chef Bernie Ecclestone wegen Bestechung des ehemaligen BayernLB-Vorstandes Gerhard Gribkowsky angeklagt. Der 82 Jahre alte Brite ist von der Münchner Staatsanwaltschaft wegen Bestechung und Beihilfe zur Untreue angeklagt worden. Die Anklage sei ins Englische übersetzt und Ecclestone bereits zugestellt worden, sagte Gerichtssprecherin Margarete Nötzel am Mittwoch in München. Für Ecclestone könnte es das Ende seiner über drei Jahrzehnte dauernden Ära an der Spitze der Formel 1 bedeuten.

Ecclestone soll Schmiergeld gezahlt haben

Ecclestone wird vorgeworfen, dem früheren BayernLB-Vorstand Gribkowsky beim Verkauf der Formel-1-Anteile der Bank rund 44 Millionen Dollar Schmiergeld gezahlt zu haben. Gribkowsky war vor gut einem Jahr zu achteinhalb Jahren Haft verurteilt worden, weil er das Geld angenommen und nicht versteuert hat.

Seit 2011 ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen des Vorwurfs auch gegen den 82-jährigen Ecclestone. Ecclestone hat die Vorwürfe stets bestritten und die Millionenzahlung an Gribkowsky als eine Art Schweigegeld dargestellt, damit dieser ihn nicht bei den britischen Steuerbehörden anschwärzt. (dpa/apr)

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