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Radio Hamburg

Gericht spricht Urteil

Qualvoller Hungertod eines Mini-Ponys

Plön, 15.07.2013
RHH - Expired Image

Über Wochen verhungerte ein kleines Mini-Pferd und starb schließlich qualvoll. Die Halterin ist sich keiner Schuld bewusst (Symbolbild).

Über Wochen verhungerte das Mini-Pferd "Märchentraum" und starb schließlich qualvoll. Die Halterin will nichts falsch gemacht haben.

Über Wochen soll eine 24-jährige Pferdehalterin das Tier nicht mehr gefüttert haben, so dass die kleine Stute im November 2011 verendete. Die Quittung vom Amtsgericht: 2000 Euro Geldstrafe und Pferdehaltungsverbot.

Diagnose: Autolyse durch wochenlangen Futterentzug

Laut fachtierärztlichem Gutachten war der Magen des Ponys "stark verkleinert und verschrumpelt". Das Pony hatte demnach wochenlang nichts mehr zu fressen bekommen und in seiner Not zuletzt eigene Muskelmasse und den Magen zu verdauen begonnen (Autolyse). Das Plöner Amtsgericht hielt das für Tiertötung durch Unterlassen und quälerische Tiermisshandlung. Richterin Susanne Bracker verhängte deswegen am Montag 2000 Euro Geldstrafe. Zudem darf die junge Frau drei Jahre lang weder Pferde halten noch Reitunterricht geben oder anderweitig berufsmäßig mit ihnen umgehen. "Die Angeklagte hatte eine Garantenstellung und dafür zu sorgen, dass es den Tieren gut geht", sagte die Richterin.

Halterin ist sich keiner Schuld bewusst

Die junge Frau bestritt die Vorwürfe und will die kleine Stute bis zu einem Tag vor deren Tod gut versorgt haben. Gericht und Staatsanwaltschaft hielten das aber durch das Gutachten des Fachtierarztes für eindeutig widerlegt. Bei der Durchsuchung mit Polizei und Staatsanwältin auf dem Hof in Giekau (Kreis Plön) waren zwei weitere Ponys in letzter Minute gerettet worden. Auch diese Tiere waren nur noch Haut und Knochen, stellte eine Amtstierärztin vor Ort fest. Sie ließ keine Zweifel daran, dass die Stute bei ihrem Hungertod schwere Qualen litt.

Die Staatsanwältin hatte wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz 2400 Euro Geldstrafe und ein fünfjähriges Tierhaltungs- und Reitunterrichtsverbot für die Angeklagte beantragt. Skurril: Der Verteidiger sah keine Pflichtverletzung der Angeklagten, bat aber um eine angemessene Bestrafung. (dpa/bbü)