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Radio Hamburg

Masao Yoshida

AKW Fukushima - Ex-Direktor stirbt an Krebs

Tokio, 10.07.2013

Masao Yoshida litt an Speiseröhrenkrebs. Während der Tsunami-Katastrophe von Fukushima wurde er als Held gefeiert.

Masao Yoshida ist tot. Zum Zeitpunkt des verheerenden Tsunamis in Japan war er Direktor des Atomkraftwerks von Fukushima. Yoshida litt an Speiseröhrenkrebs und starb am Dienstag in einem Krankenhaus, wie die Betreiberfirma Tepco mitteilte. Yoshida wurde 58 Jahre alt. Der Direktor setzte sich in den ersten Stunden nach dem Erdbeben im März 2011 über eine Anordnung von Tepco hinweg und setzte das Einpumpen von Meerwasser zur Kühlung der beschädigten Reaktoren fort.

Seine Gehorsamsverweigerung verhinderte Schlimmeres. Er wurde als Held gefeiert. "Ich dachte mehrmals, ich würde sterben", sagte er später über die dramatischen Stunden. Er trat im Dezember 2011 wegen seiner Erkrankung zurück. Tepco erklärte, die Erkrankung stehe nicht in Zusammenhang mit dem Unglück.

Radioaktive Belastung im Grundwasser

Unterdessen ist im Grundwasser nahe der japanischen Atomruine Fukushima nach Angaben der Betreiberfirma erneut stark erhöhte radioaktive Belastung gemessen worden. Werte der radioaktiven Substanz Cäsium-134 seien seit Freitag um das 90-fache angestiegen, teilte Tepco am Dienstag mit. Zudem seien stark erhöhte Konzentrationen von Cäsium-137 gemessen worden. Die Ursache sei derzeit nicht bekannt, sagte ein Tepco-Sprecher. Auch ob belastetes Grundwasser ins Meer geflossen sei, werde noch untersucht.

 

Erst im Juni waren an der Stelle erhöhte Werte der Substanzen Strontium-90 und Tritium gemessen worden. Gemessen wurde in einem Testbrunnen in der Nähe des Turbinenhauses von Reaktor 2, nur wenige Meter vom Meer entfernt. Radioaktives Cäsium, Strontium und Tritium können im Körper zu Strahlenschäden führen. In Folge des schweren Erdbebens und Tsunamis vom 11. März 2011 war das AKW schwer verwüstet worden. Es kam zu Kernschmelzen. (dpa/apr)

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