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Radio Hamburg

Zerstörerische Feuer

Waldbrände auf Mallorca und in Bayern

Mallorca/Bad Reichenhall, 29.07.2013
Mallorca Waldbrände

Um die Regionen Andratx und Estellencs wurden mindestens 1600 Hektar Kiefernwald durch die Flammen vernichtet. In Bayern waren 300 Rettungskräfte im Einsatz.

Auf Mallorca wüten zurzeit die schlimmsten Waldbrände seit 1992. Eine Gemeinde musste vollständig evakuiert werden. Auch in Bayern brennt es.

Schlimme Waldbrände auf Deutschlands liebster Ferieninsel Mallorca. Während in anderen Teilen der Welt, wie auch in Deutschland, die Rekordtemperaturen bisher keine schlimmeren Schäden angerichtet haben, gibt es auf Mallorca immer mehr Grund zur Angst.

Gemeinde musste vollständig evakuiert werden

Wegen der Ausweitung des großen Waldbrandes auf Mallorca ist in der Nacht zum Sonntag eine Gemeinde vollständig evakuiert worden. Im Westen der spanischen Insel mussten rund 700 Menschen ihre Häuser verlassen und in Sicherheit gebracht werden, wie die Regierung der Balearen mitteilte. Unter den Menschen, die in der Nacht ab 04:30 Uhr geweckt wurden, seien auch zahlreiche Deutsche

Bisher keine Verletzten oder beschädigte Häuser gemeldet

Rund 370 Angehörige der Feuerwehr, des Zivilschutzes und der Militärischen Nothilfeeinheit UME bekämpften am Sonntag (28.07.) unter Einsatz von 24 Flugzeugen und Hubschraubern die Flammen. Verletzte oder beschädigte Häuser wurden zunächst nicht gemeldet. Nach der amtlichen Bilanz vom Samstagabend vernichteten die Flammen im Gebiet um Andratx und Estellencs mindestens 1600 Hektar Kiefernwald.

Schlimmer als das Feuer von 1992?

Medien sprachen unter Berufung auf verschiedene Statistiken vom schlimmsten Brand auf der Insel seit den 1990er Jahren. Im Jahr 1992 wurde auf Mallorca das bisher verheerendste Feuer auf der Insel registriert, als im östlichen Gebiet um Artà 1960 Hektar Wald den Flammen zum Opfer fielen.

Waldbrand auch in Bayern

Ein Waldbrand am oberbayerischen Thumsee bei Bad Reichenhall ist dagegen unter Kontrolle. Zwölf Feuerwehrleute erlitten bei den Löscharbeiten jedoch leichte Rauchvergiftungen, wie ein Sprecher des Landratsamtes Berchtesgadener Land am Montag mitteilte. Seit 6 Uhr waren erneut etwa 300 Rettungskräfte und zwei Hubschrauber im Einsatz. Der Waldbrand auf einer Fläche von rund 25 Hektar wurde am Samstagabend vermutlich von einem Blitzschlag ausgelöst. In der Nacht zum Montag waren immer wieder einzelne Glutnester aufgeflammt, die die Feuerwehr einzudämmern versuchte.

Die Lage sei aber trotz des teilweise starken Windes nicht schlimmer geworden, sagte ein Polizeisprecher. Das Wetter spielt weiter eine wichtige Rolle: Es seien Gewitter angekündigt, sagte der Landratsamts-Sprecher. Blitze seien problematisch, Regen dagegen wäre hilfreich. "Wir sind aber optimistisch." Wegen der schwierigen Lage des Brandorts an einem Steilhang hatte das Landratsamt am Sonntag Katastrophenalarm ausgelöst, der auch am Montag noch bestand.

Entspannung in Griechenland

Aufatmen auf Rhodos und Kreta: Nach einer langen Nacht haben die Behörden auf den beiden griechischen Ferieninseln eine deutliche Entspannung der Waldbrand-Lage gemeldet. Das Feuer im Süden von Rhodos klinge ab, teilte der Bürgermeister der Insel, Stahtis Koussournas, im Rundfunk mit. Es herrsche Windstille, bis Montagmittag hoffe man das Feuer weitgehend gelöscht zu haben.

Auch im Süden von Kreta konnte die Feuerwehr das Feuer unter Kontrolle bringen - starke Winde hatten es am Sonntagabend immer wieder angefacht. Seit dem frühen Montagmorgen waren auf Rhodos wieder ein Löschhubschrauber und Flugzeuge im Einsatz. Die zerstörte Waldfläche wurde auf etwa 4000 Hektar geschätzt. Vorsätzliche Brandstiftung schloss der Bürgermeister aus. Auf Kreta wurden vor allem Buschland und Agrarflächen zerstört. (dpa/apr)

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