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Radio Hamburg

Milliarden-Projekt beerdigt

Drohnen-Projekt "Euro Hawk" beendet

Berlin, 14.05.2013
Global Hawk, Euro Hawk, Drohen

Das Milliarden-Projekt der "Euro Hawk" Drohne ist eingestampft worden. (Foto zeigt "Global Hawk")

Das Verteidigungsministerium stoppte am Dienstag das Milliarden-Programm zur Anschaffung der Aufklärungsdrohne "Euro Hawk".

Die Bundesregierung hat mit einem ihrer wichtigsten Rüstungsprojekte eine Bruchlandung erlitten: Das Verteidigungsministerium stoppte am Dienstag das Milliarden-Programm zur Anschaffung der Aufklärungsdrohne "Euro Hawk". Der Grund sind massive Probleme bei der Zulassung des größten unbemannten Flugzeugs der Welt für den europäischen Luftraum.

Reißleine gezogen

 Der Bund hat damit einen dreistelligen Millionenbetrag vergeblich investiert. "Euro Hawk" ist die europäische Version der US-Drohne "Global Hawk" des Konzerns Northrop Grumman. Sie ist mit spezieller Aufklärungstechnik des europäischen Konzerns EADS ausgestattet. Die Bundeswehr hatte die Anschaffung von fünf Exemplaren für insgesamt mehr als eine Milliarde Euro geplant. Erst ein Test-Exemplar wurde bisher ausgeliefert. Das Verteidigungsministerium erwägt nun, die Aufklärungstechnik in eine andere Drohne oder in ein bemanntes Flugzeug zu integrieren.

Die Luftwaffe hatte große Hoffnungen in die 13 Meter lange Drohne mit einer Spannweite von 35 Metern gesetzt. Sie kann in 20 Kilometer Höhe fliegen, mehr als 30 Stunden in der Luft bleiben und sollte das bereits ausgemusterte Aufklärungsflugzeug "Breguet Atlantic" ablösen. 

Kampfdrohnen sollen angeschafft werden

Gleichzeitig erwägt das Verteidigungsministerium die Anschaffung von Kampfdrohnen für den Schutz deutscher Soldaten im Einsatz. Auch hier ist die Zulassung für den europäischen Luftraum unsicher. Dabei geht es vor allem darum, ob die unbemannten Flieger ausreichend für die Vermeidung von Kollisionen gerüstet sind. Bei den US-Drohnen kommt erschwerend hinzu, dass die Amerikaner Konstruktionsdetails von Rüstungsgütern nicht preisgeben wollen.

Im Fall "Euro Hawk" sieht das Ministerium nun keine Perspektiven mehr für eine Anschaffung. Schon die Musterzulassung, die einer Verkehrszulassung vorgeschaltet ist, wäre "nur mit unverhältnismäßig hohem Aufwand zu erreichen". Die Kosten für die notwendigen Qualifikationsnachweise für die Drohne werden auf 500 bis 600 Millionen Euro beziffert.

(dpa/aba)