Lieber User,

anscheinend hast Du einen Ad-Blocker aktiviert oder Javaskript deaktiviert. Um unsere Existenz zu sichern, sind wir als werbefinanzierter privater Radiosender auch im Internet auf Werbung angewiesen. Damit Du auch weiterhin alle Inhalte unserer Webseite nutzen kannst, bitten wir dich, Deinen Ad-Blocker zu deaktivieren oder radiohamburg.de als Ausnahme hinzuzufügen. Sobald Du das gemacht hast, kannst Du unsere Inhalte nach einem Reload der Seite ganz normal weiternutzen.

103.6 Grüße
Dein Radio Hamburg Team


*Sollte diese Meldung fälschlicherweise angezeigt werden, schicke uns bitte eine Mail an adblocker@radiohamburg.de

Es gibt neue Inhalte auf unserer Startseite - jetzt aktualisieren! [Schließen]
Radio Hamburg

Für 650.000 Euro

Malta verkauft EU-Staatsbürgerschaft

Valletta, 13.11.2013
RHH - Expired Image

Der Inselstaat Malta liegt im Mittelmeer. Neuerdings wird nicht nur der berühmte maltesische Kalkstein, sondern auch Staatsbürgerschaften exportiert.  

Malta bietet Menschen von außerhalb der EU für 650.000 Euro eine Staatsbürgerschaft an. Die Regierung erhofft sich finanzielle Vorteile.

Das Parlament verabschiedete am Dienstag (12.11) Pläne, die nach Angaben von Ministerpräsident Muscat die Einnahmen des Landes beflügeln sollen. Der Präsident muss das Gesetz nur noch unterschreiben. Es wird geschätzt, dass die Regierung mit rund 45 Staatsbürgerschaften etwa 30 Millionen Euro einnehmen könnte. Die Regierung selbst rechnet mit weit über 200 Bewerbungen im Jahr.

Kontrollfreies Reisen

Künftig wird es gegen Geld möglich sein, sich die Rechte eines EU-Bürgers zu erkaufen. Malta ist Mitglied der Europäischen Union und somit auch des Schengen-Raums. Bürgern ist es möglich ohne Kontrollen durch die Schengen-Staaten zu reisen.

Paradies für Steuerbetrüger

Scharfe Kritik kommt aus den Reihen der Opposition. Es wird bemängelt, dass die Bewerber nicht in Malta wohnen müssen und auch nicht zu Investitionen gezwungen werden. Es wird befürchtet, dass Malta bald mit anderen Steuerparadiesen verglichen werden kann. Laut Umfragen lokaler Zeitungen ist ein Großteil der Einwohner Maltas ebenfalls gegen den Verkauf von EU-Staatsbürgerschaften. Die Regierung will, um den Anschuldigungen entgegen zu wirken, alle Bewerber überprüfen und so Kriminelle ausschließen.

EU-Staatsbürgerschaft für Besserverdiener

Auch in anderen EU-Staaten kann man mit finanziellen Vermögen leichter an einen neuen Pass oder eine Aufenthaltsgenehmigung gelangen. In Irland kann man sich niederlassen, wenn man eine halbe Millionen Euro in öffentliche Projekte investiert hat. Portugal verlangt von den Bewerbern, dass sie sich eine Immobilie kaufen, Ungarn den Kauf von Staatsanleihen. Auch Österreich, ein EU-Staat mit einem harten Ausländergesetz, ermöglicht es Fremden wegen "außerordentlicher Leistung im besonderem Interesse der Republik" eine Staatsangehörigkeit zu erlangen.

(dpa/fbu)

comments powered by Disqus