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Radio Hamburg

Glücksatlas 2013

Norddeutsche sind am glücklichsten

Berlin, 05.11.2013
Hamburg - Glücklich - Glücksatlas 2012

In Schleswig-Holstein, Hamburg und Niedersachsen sind die Menschen laut dem Glücksatlas 2013 am zufriedensten.

In Sachen Lebenszufriedenheit liegt Deutschland in Europa auf dem achten Platz. Die Nordlichter sind dabei besonders glücklich.

Das Glück wohnt im Nordwesten Deutschlands: In Schleswig-Holstein, Hamburg und Niedersachsen sind die Menschen am zufriedensten. Schlusslichter der 19 Regionen sind vor allem Brandenburg, dann Sachsen-Anhalt und Thüringen. Das geht aus dem Glücksatlas 2013 hervor, den die Deutsche Post in Berlin vorstellte. Insgesamt bleibt das Glücksniveau mit 7 von 10 Punkten auf hohem Level stabil. "Deutschland befindet sich auf einem Zufriedenheitsplateau", sagte Prof. Bernd Raffelhüschen (Uni Freiburg), der das Projekt wissenschaftlich betreut.

Griechenland ist Schlusslicht

Deutschland rückt im Europavergleich damit auf Platz 8 von 30 vor und liegt deutlich über dem Glücks-Durchschnitt von 6,3. Auf den ersten drei Plätzen liegen Dänemark (8,9), Schweden (8,2) und die Niederlande (8,0). Schlusslicht ist Griechenland mit dem Glücksindex 3,4. Migranten in Deutschland sind demnach mittlerweile fast ebenso mit ihrem Leben zufrieden wie der Durchschnitt der Gesamtbevölkerung. Die Kinder der Zuwanderer sehen - vorausgesetzt sie haben gute Sprachkenntnisse - mit einem Glücksindex von 7,2 sogar ausgesprochen zuversichtlich in die Zukunft, sagte Raffelhüschen.

Weniger Lebenszufriedenheit im Osten

Weniger Lebenszufriedenheit herrscht hingegen nach wie vor in den östlichen Bundesländern. Hier hat sich der Abstand zwischen West und Ost erstmals seit der Wiedervereinigung wieder etwas vergrößert und liegt nun bei 7,05 im Westen und 6,7 im Osten. Neues Schlusslicht ist Brandenburg mit einem Glücksindex von 6,5. Als Gründe nannten die Sozialforscher den starken Alterungseffekt, hohe Abwanderung, relativ niedrige Einkommen und schlechtere Versorgung in der Fläche.

20.000 Haushalte befragt

Dass dies jedoch nicht zwingend zum Feel-Bad-Faktor werden muss, zeigt andererseits das Beispiel Schleswig-Holstein. "Auch Schleswig-Holstein ist arm. Und auch hier hat man, anders als in Hamburg, eher schlechte Karten, wenn man auf einer Hallig einen Herzinfarkt bekommt", sagte Raffelhüschen. "Eigentlich ist diese hohe Lebenszufriedenheit unerklärlich." Der Glücksatlas basiert auf Daten des Sozio-ökonomischen Panels, für den 20.000 Haushalte bundesweit und repräsentativ über Jahre hinweg befragt werden, sowie ergänzenden Erhebungen des Demografieinstituts Allensbach. Insgesamt wurden Daten und subjektive Einschätzungen zu den Bereichen Familie, Arbeit, Gesundheit, Haushaltseinkommen, Freizeit und Wohnen ausgewertet. (dpa)

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