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Radio Hamburg

Schweifstern

Wo ist Ison? - Komet fliegt an Sonne vorbei

Paris/Katlenburg-Lindau, 29.11.2013

Komet Ison (links) nähert sich der Sonne. Was ist dann mit ihm passiert?

Wo ist Ison? Der Komet ist gestern Abend dicht an der Sonne vorbeigeschrammt - seitdem wird gerätselt, was aus ihm geworden ist.

Forscher versuchen derzeit das Schicksal des Kometen Ison zu klären. Ob der Schweifstern den für Donnerstag (28.11.) vorausberechneten Vorbeiflug an der Sonne überstanden hat, sei weiter unklar, sagte eine Sprecherin des Max-Planck-Institutes für Sonnensystemforschung im niedersächsischen Katlenburg-Lindau. Möglicherweise herrsche bis zum Freitagnachmittag (29.11.) Gewissheit. Am Donnerstagabend hatten die Forscher Signale von Ison empfangen und Bilder des Kometenschweifs aufgenommen. Ob es aber noch den ursprünglich aus Gestein und Eis bestehenden Kometenkern gibt, ist ungewiss. Er könnte auch zerbrochen oder verdampft sein.

Ison wahrscheinlich zerstört

Ein Kometenexperte der Europäischen Weltraumorganisation Esa hält es dagegen für sehr wahrscheinlich, dass der Schweifstern Ison während der Annäherung an die Sonne zerstört wurde. "In der Nähe der Sonne hat man nichts gesehen. Wenn er überlebt hätte, hätte man ihn eigentlich sehen müssen", sagte Gerhard Schwehm unter Berufung auf Aufnahmen der Beobachtungssatelliten Proba-2 und SDO. "Ison ist wahrscheinlich durch die Sonne zerlegt worden."

Mit bloßem Auge sichtbar

Was auf den jüngsten Bildern der Raumsonde Soho noch zu sehen sei, könnte vor allem Staub sein. Endgültige Gewissheit über das Schicksal von Ison erwartet Schwehm erst Anfang Dezember. "Wenn wir in zehn Tagen noch etwas beobachten können, hat er doch überlebt", erklärte der Esa-Wissenschaftler. Auf der Nordhalbkugel müsste der Schweifstern dann sogar mit bloßem Auge oder Feldstecher zu beobachten sein. Seit seiner Entdeckung vor gut einem Jahr haben Astronomen den rund 4,6 Milliarden Jahre alten Kometen Ison nicht mehr aus dem Blick gelassen. Mitte November hat er bereits Stücke seines Kerns verloren. Danach leuchtete er deutlich heller als zuvor. (dpa/apr)

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