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Radio Hamburg

Friedensnobelpreis für Bloggerin

Malala Yousafzai für Preis nominiert

London, 08.10.2013
Malala Preisverleihung

Die junge Pakistanerin Malala Yousafzai wurde von mehreren Regierungen für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen. Der Preis wird am Freitag (11.10.) verliehen.

Malala Yousafzai wurde von mehreren Regierungen für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen. Ihre Nominierung sorgt für gespaltene Meinungen.
 

Die Schülerin war im Oktober 2012 auf dem Schulweg von Taliban überfallen worden. Sie überlebte und zog anschließend mit ihrer Familie nach Großbritannien. Malala Yousafzai hat sich immer wieder für Bildung und Menschenrechte eingesetzt. Sie wurde für den Friedensnobelpreis nominiert, der an diesem Freitag (11.10.) vergeben wird. Sie wäre die jüngste Preisträgerin in der Geschichte des Friedensnobelpreises.

Malala hat sich nach Anschlag erholt

Bedroht von den radikalislamischen Taliban kämpft das Mädchen seit Jahren in ihrer Heimat für das Recht auf Bildung. Selbst von einem Mordanschlag ließ sich Malala nicht entmutigen. Dass sie eine würdige Preisträgerin wäre, bezweifelt auch so gut wie niemand. Allerdings wird die Wahl des Mädchens von vielen Seiten als bedenklich gesehen. Ohne Zweifel würde Malala nach der Bekanntgabe am 11. Oktober als Preisträgerin im Mittelpunkt des Weltinteresses stehen und auch das Interesse ihrer Feinde erneut wecken. Im vergangenen Oktober hatten Talibanangehörige versucht Malala auf dem Schulweg mit einem Kopfschuss zu töten. Sie überlebte den Anschlag, wurde mehrfach operiert und lebt heute in England.

Komitee steht in der Kritik

Dem Nobelkomitee, das in der jüngeren Vergangenheit für seine Vergabe des Preises an die EU (2012) und vor allem US-Präsident Barack Obama (2009) Kritik einstecken musste, steht auch dieses Jahr vor einer schweren Entscheidung. Der Nobelpreis hat in der Vergangenheit an internationaler Bedeutung gewonnen und erschwert so die Entscheidung der Jury. Ob man Malala mit der Preisverleihung eher schadet als ehrt, halten viele für möglich und stellen in Frage, ob man als Kind überhaupt mit so einer Bürde umgehen kann.

Bereits Botschafterin des Gewissens

Das junge Mädchen wurde bereits mit dem internationalen Kinderfriedenspreis und dem Poltkowskaja-Preis ausgezeichnet. Außerdem wurde sie zur Botschafterin des Gewissens ernannt und ist für den Sacharow-Preis des EU-Parlaments nominiert.

(dpa/fbu)

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