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Radio Hamburg

Studie veröffentlicht

Das Gold wächst auf den Bäumen

Sidney, 24.10.2013
RHH - Expired Image

Erstmals ist es Forschern gelungen Goldpartikel in Eukalyptusblättern nachzuweisen. Diese Möglichkeit kann Firmen bei der Suche nach Goldadern behilflich sein.

Eukalyptusbäume können Gold aus dem Boden aufnehmen. Für Firmen könnte dies eine Alternative zu teuren Bodenbohrungen sein.

Wenn Firmen nach Bodenschätzen suchen, nehmen sie teure Bodenproben und lassen diese analysieren. Zukünftig können sie in Australien auch auf andere Hilfsmittel zurückgreifen. Forscher fanden jetzt heraus, dass Eukalyptusblätter Goldspuren, von tief in der Erde liegenden Adern, aufnehmen können. Die Goldpartikel werden von den Pflanzen mit dem Wasser aufgenommen und bis in die Blätter befördert, erläutern die Wissenschaftler. Zwar ist es schon früher vorgekommen, dass man Gold in einigen Pflanzen fand, aber es sei unklar gewesen, ob das Metall nicht über die Luft auf die Blätter gelangt ist.

Günstiger als Bodenproben

Diese neuen Erkenntnisse könnten bei der Suche nach unbekannten Goldvorkommen helfen. Es ist viel günstiger, Blätter zu untersuchen, als Probebohrungen vorzunehmen. Auch die Möglichkeit in trockenen und sandigen Gegenden die Böden zu erkunden, wird dadurch einfacher. Die Studie sei von mehreren der weltgrößten Goldproduzenten finanziert worden, hieß es. Auf Basis der Ergebnisse sei in Australien bereits in zwei neue Minen investiert worden. Dort könnte Gold im Wert von mehreren Milliarden Australischen Dollar gefunden werden, schätzen die Forscher.

Wurzeln bis 30 Meter tief

Die Wurzeln des Eukalyptus reichen bis zu 30 Meter in den Boden und erreichen so die goldreichen Zonen. Spuren des Elements wurden in Stamm, Ästen und Blättern der teils mehr als zehn Meter hohen Bäume nachgewiesen, wobei die höchste Konzentration im Laub gemessen wurde. Bei der Untersuchung konnte ausgeschlossen werden, dass das Gold aus einer anderen Quelle stammt.

Blätterpflücken lohnt sich nicht

Die Goldkonzentration in den Blättern ist im untersuchten Gebiet bis zu 800 Mal höher als an anderen Standorten, allerdings wird sich Laubsammeln trotzdem nicht lohnen. Wenn man 100 Tonnen Blätter pflücken würde, könne man daraus nur acht Gramm Gold gewinnen.

(dpa/fbu)

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