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Radio Hamburg

Urteil

Rentner muss halbe Lottomillion mit Ex-Frau teilen

Karlsruhe, 16.10.2013
Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe

Ein Rentner muss seiner Ex-Ehefrau die Hälfte vom Lottogewinn abgeben.

Erst hatte er viel Glück im Lotto und jetzt viel Ärger: Ein Rentner aus Mönchengladbach muss das gewonnene Geld mit seiner Ex-Frau teilen.

Nach jahrelangem Gerichtsstreit um eine halbe Lottomillion ist jetzt das Urteil gefallen. Ein Rentner aus Mönchengladbach muss das Geld mit seiner Ex-Frau teilen. Das entschied der Bundesgerichtshof (BGH) am Mittwoch in Karlsruhe. Das Gericht sollte klären, ob der Mann 242.500 Euro an die Frau abgeben muss - obwohl er zum Zeitpunkt des Lottoglücks im November 2008 schon acht Jahre von ihr getrennt gelebt hatte.

Richter müssen Urteil noch begründen

Die Scheidung hatte er allerdings erst zwei Monate nach dem Geldsegen eingereicht. Strittig war, ob die lange Trennungszeit als Grund dafür genügen kann, dem Mann das Geld alleine zuzusprechen. Das hatte das Oberlandesgericht (OLG) Düsseldorf so gesehen. Es wies die Ansprüche der Frau wegen "grober Unbilligkeit" zurück. Sie ging leer aus. Diesen OLG-Beschluss hoben die Karlsruher Richter nun jedoch auf. "Damit gilt wieder das Urteil des Amtsgerichts Mönchengladbach", erklärte der Vorsitzende Richter am BGH, Frank Klinkhammer. Darin war der Lottogewinn dem Zugewinn zugerechnet und die Ansprüche der Frau in vollem Umfang anerkannt worden.

Der unterlegene Rentner muss nun auch die Kosten des Verfahrens tragen. Gründe für ihre Entscheidung nannten die BGH-Richter zunächst nicht. Die schriftliche Begründung sollte noch am gleichen Tag nachgereicht werden. (dpa)

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