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Radio Hamburg

Entschuldigung

Schwulenfeindliche Äußerung von Barilla-Chef

Rom, 27.09.2013
Barilla, Facebook, Schwulenfeindlich

Wütende Konsumenten regen sich bei Facebook über die schwulenfeindlichen Äußerungen auf.

Der Chef des Nudel-Konzerns Barilla hat sich für provokante Äußerungen entschuldigt, wonach sein Unternehmen "nie Werbung mit Homosexuellen schalten wird".

Guido Barilla hatte in einem Radio-Interview gesagt, der Konzern unterstütze eben die "klassische Familie, in der die Frau eine fundamentale Rolle hat". Wenn dieses Homosexuellen nicht gefalle, dann könnten sie eine andere Nudelmarke wählen.

Shitstorm auf Facebook-Seite von Barilla

Nachdem seine Äußerungen im Internet um die Welt gingen, Proteste sowie Boykott-Aufrufe aufkamen, "korrigierte" sich Barilla, wie die Zeitung "La Repubblica" am Freitag (27.9.) berichtete. Es gehe nicht darum, dass er Homosexuelle und Schwulen-Ehen nicht respektiere, hatte der Chef des größten Nudelherstellers in Italien mit Sitz in Parma in dem Interview mit "Radio 242" erklärt. Er denke aber jedenfalls nicht wie sie, und die Barilla-Werbung ziele auf die traditionelle Familie. "Man kann nicht immer allen gefallen", fügte Barilla an. Seine Äußerungen lösten umgehend einen Shitstorm auf der Facebook-Seite von Barilla aus.

Barilla: Zentrale Rolle der Frau betont

Guido Barilla leitet das 1877 gegründete Familienunternehmen, das auch andere Lebensmittel herstellt und ein Milliarden-Umsatz erzielt. In seiner "Klarstellung" nach dem medialen Sturm der Entrüstung entschuldigt sich Barilla, "sollten meine Worte Missverständnisse oder Kontroversen ausgelöst haben". Er habe nur die zentrale Rolle der Frau in der Familie betonen, dabei aber keine Empfindlichkeiten verletzen wollen. Schwule hätten seinen höchsten Respekt, so Barilla.

 

(dpa/mgä)