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Radio Hamburg

Wetter

Im Norden wird es deutlich kühler

Hamburg, 07.08.2014
Herbst, Wetter, Regenschirm, Park, iStock

Der Sommer macht Pause. Es wird kühl und nass.

Am Wochenende ziehen über den Norden kräftige Schauer und Gewitter hinweg. Danach wird es deutlich kühler. Der Sommer macht Pause.

Ex-Hurrikan "Bertha" wird wohl die seit Wochen stabile Wetterlage in Europa kippen. Denn nicht selten bringen ehemalige tropische Wirbelstürme, die den "Sprung" über den Atlantik schaffen, die Großwetterlage in Europa durcheinander. Als sogenannte außertropische Tiefdruckgebiete bringen sie die atmosphärischen Wellen aus dem Gleichgewicht, was meist eine nachhaltige Umstellung der Wetterlage nach sich zieht.

Ex-Hurrikan "Bertha" liegt am heutigen Donnerstag vor Neufundland und zieht in den nächsten Tagen voraussichtlich über die britischen Inseln. Für Deutschland gibt es wahrscheinlich konkrete Auswirkungen: Zu Beginn der kommenden Woche könnte sich dann mit vornehmlich westlichen Winden eine längere, unterdurchschnittlich kühle Witterungsphase einstellen.

Unwettergefahr am Samstag – Wo kracht es am heftigsten?

Am Samstag werden auf der Vorderseite eines Tiefdruckgebietes bei den britischen Inseln schwül-warme bis heiße Luftmassen in weite Teile Deutschlands gelenkt. Die höchsten Werte werden dabei im Osten mit rund 30 Grad erwartet. Von Westen nähert sich allerdings eine Kaltfront, die auch in der ersten Tageshälfte im Westen schon für erste Schauer und Gewitter sorgen kann. Im Tagesverlauf kommt die Kaltfront weiter nach Osten voran und kann voraussichtlich in einem breiten Streifen von der dänischen Grenze bis zum Alpenrand ihr volles Unwetterpotential entwickeln. Dabei besteht dann lokal wieder die Gefahr von Starkregen, Hagel und Sturmböen. Im Falle einer linienhaft organisierten Gewitterfront sind auch schwere Sturmböen oder sogar orkanartige Böen möglich. In der Nacht zum Sonntag und Sonntagfrüh erreicht die Kaltfront den Osten – dabei nimmt das Unwetterpotential allerdings deutlich ab.

Große Hitze und Waldbrände in Nordeuropa

Seit vergangenem Sonntag herrscht in Schweden, Finnland und dem Baltikum eine außergewöhnliche Hitzewelle mit Temperaturen zwischen 30 und 38 Grad. Dabei wurde mit 37,8 Grad im lettischen Ventsplis sogar ein über 70 Jahre alter Landesrekord gebrochen. In Mittelschweden herrschen aufgrund der Hitze und der Trockenheit derzeit die schwersten Waldbrände der jüngeren Geschichte. In den nächsten Tagen kann dort trotz örtlicher Niederschläge noch nicht von Entspannung die Rede sein, da die Höchstwerte weiterhin zwischen 25 und 30 Grad liegen. Erst zu Beginn der kommenden Woche kann mit der bereits angesprochenen Umstellung der Großwetterlage durch Ex-Hurrikan „Bertha“ die Region aufatmen.  (apr)

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