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Radio Hamburg

Wetter am Wochenende

Sturmflut erwartet - Kein Schnee in Sicht

Hamburg, 18.12.2014
Hochwasser am Fischmarkt, Hamburg, Sturmflut, Elbe, Gonzalo

Bei Sturmfluten steht der Hamburger Fischmarkt oft unter Wasser - dieses Wochenende wird es aber nicht dramatisch.

Am Wochenende werden frühlingshafte Temperaturen erwartet und der Wind frischt deutlich auf. In Hamburg wird eine Sturmflut erwartet.

Der Dezember war im deutschlandweiten Mittel bisher etwa 1,7 Grad zu warm. Bei bis zu 14 Grad am Donnerstag (18.12.) und 13 Grad am Freitag kommen derzeit kaum vorweihnachtliche Gefühle auf. Milde Atlantikluftmassen lassen im Flachland praktisch keinen Spielraum für einen weißen Heiligen Abend. Selbst in den Alpen herrschen Plusgrade bis auf eine Höhe von 1500 Meter. Somit besteht nur in den höheren Alpenregionen und in den höchsten Mittelgebirgslagen eine Chance auf einen weißen Heiligabend.

Am ersten und vor allem am zweiten Weihnachtsfeiertag könnte zumindest in der Höhe deutlich kältere Luft nach Deutschland geführt werden. Das würde dann die Chancen auf Schnee ansteigen lassen, auch wenn aus aktueller Sicht nur die höheren Lagen in Deutschland davon profitieren würden. In tieferen Lagen blieben vorerst weitgehend Plusgrade erhalten. Weiße Weihnachten sind in Deutschland also sehr unwahrscheinlich. In den Höhenlagen steigen die Chancen auf Schnee über die Weihnachtsfeiertage allerdings an.

Das nächste Sturmtief steht vor der Tür

Nachdem das Orkantief "Alexandra" und später das Randtief "Billie" für Orkanböen in den Bergen, orkanartige Böen an den Küsten und Sturm im Flachland sorgten, bleibt es weiter stürmisch. Abgesehen vom Sonntag gibt es auch in den kommenden Tagen meist viel Wind. An der Küste können dabei Sturmböen, auf den Gipfeln der Mittelgebirge auch Orkanböen auftreten. Im Flachland bleibt es dagegen meist bei steifen bis stürmischen Böen.

In Hamburg ist daher vor allem am Samstag mit Sturmfluten zu rechnen.
In der Nacht zu Samstag gegen 2.40 Uhr und am Samstagnachmittag gegen 15 Uhr wird der Stand 1,50 Meter über dem mittleren Hochwasser betragen. Auch in der Nacht zu Sonntag könnte das Hochwasser bis zu 1,50 Meter über dem normalen Hochwasser liegen, was ebenfalls eine Sturmflut ausmachen würde. So kämen auf dem Fischmarkt gleich drei Sturmfluten auf einander. Der Sonntag kann jedoch noch nicht genau vorhergesagt werden.

Zu Erklärung: Ab einer Abweichung von ca. 1,40 Meter über dem mittleren Hochwasser schwappt das Wasser auf den Fischmarkt. Bei einer Prognose von 1,50 Meter würde das Wasser also 10 cm hoch auf dem Fischmarkt stehen. Ob der Markt aber Sonntagfrüh (21.12.) stattfinden kann, kann noch nicht genau gesagt werden.

Verantwortlich für diese stürmischen Tage sind Tiefdruckgebiete, die meist nördlich an Deutschland vorbeiziehen. Und auch bis Heiligabend bleibt es zumindest im Norden windig, erst über die Weihnachtsfeiertage könnte der Wind wieder etwas nachlassen. Generell ist die aktuelle Wetterlage jedoch auch immer für Überraschungen gut. Am Rande des steuernden Tiefdrucksystems über dem Nordmeer können sich innerhalb kurzer Zeit auch immer wieder neue Wirbel mit Sturmstärke bilden.

 

Wann scheint endlich wieder die Sonne?

Der Dezember ist bereits im langjährigen Mittel der dunkelste Monat mit den wenigsten Sonnenstunden im Jahr, doch der diesjährige Dezember zeigt sich bisher besonders grau und trüb. In Konstanz beispielsweise schien die Sonne in den ersten 17 Tagen bisher aufsummiert keine halbe Stunde. Glück hatten bisher die Leipziger: Mit 22 Stunden liegt die Sonnenscheindauer ziemlich genau im Soll und im Deutschlandvergleich an der Spitze. Auch in den kommenden Tagen überwiegen die Wolken und man braucht schon etwas Glück für sonnige Momente.

Am Samstag gibt es in der Nordhälfte bei vielen Schauern kurze freundliche Momente. Mit viel Wind ist dies jedoch auch nicht das große Los. Der Sonntag wird seinem Namen am ehesten im Nordosten mit kurzen freundlichen Phasen gerecht. Der Blick in die kommende Woche macht wenig Hoffnung auf mehr Sonne. Die Wolken bleiben weiter tonangebend. Im äußersten Süden ist diese Hoffnung auf Sonne dann am ehesten begründet.

Ist ein Wetterumschwung in Sicht?

Im Norden folgt ein Sturmtief auf das andere, im Süden weiß man schon gar nicht mehr wie die Sonne aussieht und bei der Frage nach Schnee erhält man nur ratloses Kopfschütteln. Es gibt also viele Gründe einen Wetterwechsel herbeizusehnen, doch auch beim Blick über den prognostischen Tellerrand ändert sich erst mal nicht viel. Tiefer Luftdruck nördlich von Deutschland und Hochdruck südwestlich von uns sorgen dafür, dass wir in einer strammen westlichen Strömung bleiben. Mit dieser ziehen in rascher Abfolge Niederschlagsfronten auch in der kommenden Woche über uns hinweg, die mal mehr oder weniger milde Luftmassen bringen.

Winterliche Stimmung kommt bei einzelnen Graupelschauern jedoch nicht auf. Vorsicht ist also weniger vor Winterwetter als vor unscheinbaren Tiefs geboten, die sich bei dieser Wetterlage schnell zu Sturmtiefs entwickeln können. Für die zweite Hälfte der kommenden Woche gibt es in den Wettermodellen jedoch zaghafte Signale hin zu kühlerem Wetter, es wäre allerdings nicht das erste Mal in diesem Jahr, dass sich am Ende doch die milden Lösungen durchsetzen.

Bilanz 2014 - Wie mild war dieses Jahr wirklich?

Ein Jahr für die Geschichtsbücher nähert sich dem Ende, denn schon jetzt lässt sich sagen, dass 2014 das mit Abstand wärmste Jahr in Deutschland seit Aufzeichnungsbeginn im Jahr 1881 werden wird. Der bisherige Rekord aus dem Jahr 2000 mit 9,87 Grad stellt für 2014 keine Hürde dar. Mit der aktuellen Dezemberabweichung von 1,7 Grad liegt das Jahresmittel mit etwa 10,3 Grad etwas mehr als 2 Grad über dem langjährigen Mittel von 1961 bis 1990 und wird mit den kommenden milden Tagen sogar noch etwas ansteigen. Ein solch großer Abstand zum bisherigen Rekordhalter ist sehr ungewöhnlich.

Das bisher zweitwärmste Jahr 2007 liegt beispielsweise gerade mal 0,01 Grad hinter dem Wert aus dem Jahr 2000. Auffällig waren dabei weniger einzelne Hitzeperioden als ein konstant hohes Niveau der Temperatur, so werden mit dem Dezember am Ende 11 von 12 Monaten zu warm ausgefallen sein. Nur der August war leicht kühler als das langjährige Mittel. Deutschland befindet sich damit in guter Gesellschaft, auch die globale Mitteltemperatur steuert 2014 auf einen neuen Rekordwert zu. Bei der Sonnenscheindauer konnte man fast überall zufrieden sein. Häufig waren es sogar ein paar Stunden mehr als im Mittel. (iwk/apr)

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