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Radio Hamburg

Winterwetter im Norden

Gefrierender Regen, Schnee und etwas Sonne

Hamburg, 04.12.2014
Frost, Temperatur, Thermometer

Im Norden Deutschlands bleibt es weiterhin winterlich.

Seit Tagen gibt es in Hamburg Frost und jetzt wird es auch noch nass. Daher muss verstärkt mit gefrierendem Regen gerechnet werden.

Auch wenn die Temperaturen wieder leicht ansteigen und vor allem der Dauerfrost im Nordosten ab Donnerstag (04.12.) durch leichte Plusgrade am Tage wieder aufgebrochen werden kann - das Winterwetter bleibt. Bereits in den vergangenen Tagen traten von gefrierendem Regen über Reifglätte und überfrierender Nässe bis hin zu Neuschneemengen von 15 Zentimetern die verschiedensten Wintererscheinungen auf.

Und während am Donnerstag und Freitagfrüh vor allem von Schleswig-Holstein über Hamburg bis nach Mecklenburg-Vorpommern mit gefrierendem Regen gerechnet werden muss, begünstigt Nebel in den Mittelgebirgen die Bildung von Reifglätte. Am Samstag (06.12.) ziehen dann von Westen her neue Niederschläge auf, die an der Nordsee meist als Regen, im Süden vor allem am Vormittag als Schnee fallen können. Akute Glättegefahr herrscht dann im Westen und in der Mitte ebenfalls durch gefrierenden Regen, teils auch als Schnee.

Eine neuerliche Niederschlagsfront könnte dann am Sonntag einen ähnlichen Verlauf bescheren. Nur, dass die Niederschläge diesmal bis in den Osten Deutschlands hervordringen könnten und in der Nacht zu Montag (08.12.) in der Südosthälfte in Schnee übergehen würden. Auch ab Sonntagnachmittag ist also mit Glättegefahr und teils winterlichen Straßenverhältnissen zu rechnen.

Warum regnet es trotz Dauerfrost?

Es mag einem zunächst wie ein Paradoxon vorkommen, doch die Erklärung ist letztlich relativ einfach. Normalerweise nimmt die Temperatur mit der Höhe ab, heißt die höheren Luftschichten sind kälter als die am Boden. Bei einer sogenannten Inversionswetterlage kehren sich diese Verhältnisse jedoch um. So ist es auch in weiten Teilen Deutschlands in diesen Tagen. Eine kalte Luftmasse wird am Boden von einer darüber liegenden wärmeren eingeschlossen, an der Grenze bildet sich Hochnebel, eine einheitliche graue, tief hängende und recht dünne Wolkenschicht. Durch leichte Hebung oder auch durch Luftverschmutzung eingebrachte Kondensationskeime, kann sich leichter Nieselregen lösen und zu Boden fallen. Die Wassertröpfchen gefrieren jedoch erst schlagartig, sobald sie den bereits gefrorenen Boden erreicht haben.

Raueis - Wie entsteht dieses Wetterphänomen?

In den Mittelgebirgen kann man seit einigen Tagen auf eindrucksvolle Weise verfolgen, wie sich auf einer Höhe von 500 bis 700 Metern stetig Raueis an Bäumen und Gegenständen entgegen des Windes ablagert und teils spektakuläre Formen annimmt. Es entsteht bei dauerhaftem Nebel im Zusammenspiel mit Temperaturen unter dem Gefrierpunkt und starken Winden. Dabei frieren kleinste Wassertröpfchen fest und bilden das körnige, schneeweiße Raueis. Doch so schön es anzusehen ist, dass dadurch entstehende Gewicht wird zunehmend zur Gefahr. Äste oder gar ganze Bäume brechen unter der Last zusammen. Beim Betreten von Wäldern besteht zum Teil Lebensgefahr.

Wann kommt die Sonne wieder zum Vorschein?

Auch wenn man sich diesen Herbst nicht unbedingt über fehlende Sonne beklagen konnte, lediglich im Südwesten kamen nicht alle Orte auf ihr langjähriges Soll. So ist der Mangel an Sonnenlicht in den letzten Tagen für viele bereits spürbar. Nicht nur, dass das Sonnenlicht die Umgebung in wärmere Farben verwandelt, über die UV-Strahlung der Sonne bilden die Zellen auch das für den Körper so wichtige Vitamin D. An den ersten vier Dezembertagen musste man den Vitaminlieferanten jedoch schmerzlich vermissen, nur wenige Orte - darunter Hamburg und Greifswald - kamen in den Genuss von ein paar Sonnenstrahlen. Für die nächsten Tage sollten die Erwartungen zwar nach wie vor nicht zu hoch sein, zumindest die Chance auf Sonne ist aber durchaus hier und da mal gegeben. Am Samstagnachmittag (06.12.) hilft im Nordwesten trockenere Luft, die am Sonntag schließlich vom Schwarzwald bis nach Rügen für etwas Sonnenschein sorgen könnte. (iwk/apr)

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