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Radio Hamburg

Online-Petition für Absetzung

Markus Lanz enschuldigt sich bei Sahra Wagenknecht

Berlin, 24.01.2014
Markus Lanz

Die Zahl der Gegner von Markus Lanz, die sich in einer Online-Petition für die Absetzung seiner ZDF-Talkshow starkmachen, wächst.

Markus Lanz hat sein Verhalten im Gespräch mit Linken-Politikerin Sahra Wagenknecht offenbar selbst gewurmt. Online-Petition läuft noch.

Fernsehmoderator Markus Lanz (44) hat nach Kritik an seinem Gespräch mit der Linken-Politikerin Sahra Wagenknecht Fehler eingeräumt: "Wenn das energische Nachfragen zu rustikal und sogar persönlich war, dann bedaure ich das", sagte Lanz dem Branchendienst "DWDL.de". Dies habe er ihr bereits in einem längeren Telefonat gesagt, zitierte ihn der Dienst.

Online-Petition gegen den Talkmaster

Nach der "Markus Lanz"-Ausgabe vom 16. Januar im ZDF hatte die Zuschauerin Maren Müller aus Leipzig eine Online-Petition gegen den Talkmaster gestartet. Diese Aktion im Internet unter dem Motto "Raus mit Markus Lanz aus meiner Rundfunkgebühr!" hatten bis Freitagvormittag (24.01.) mehr als 160.000 Menschen unterschrieben. Müller will die Petition nach Abschluss der Aktion als eine Form des "gebündelten Protests" dem ZDF überbringen.

Nach dem Eindruck seiner Kritiker hatte Lanz die Politikerin in der Sendung immer wieder abrupt unterbrochen. Der Journalist Hans-Ulrich Jörges sprang ihm dabei als Gast der Sendung zur Seite. "Allein durch die Konstellation - also, eine Frau gegen zwei Männer - entstand zwangsläufig der Eindruck: Das ist jetzt unfair.
Weil aber Frau Wagenknecht jemand ist, der sich sehr kraftvoll wehren kann und das auch tat, habe ich das in diesem Moment nicht so eingeschätzt. Mein Fehler", sagte Lanz. Er werde daraus lernen.

ZDF zeigt sich überrascht

Das ZDF hatte sich über das Echo im Netz "überrascht" gezeigt. "Allerdings muss man diese Zahl auch in Relation zu den Millionen Zuschauern setzen, die sich nicht geäußert haben", hieß es vom Sender. "Bisher hat sich Frau Müller noch nicht bei uns gemeldet. Wir stehen einer Übergabe aber offen gegenüber." Am Donnerstagabend (23.01., 23.15 Uhr) schauten knapp zwei Millionen Menschen "Markus Lanz".

Initiatorin Maren Müller ist von der Menge der Unterschriften etwas überrascht und zeigte sich auch "ein bisschen schockiert, denn ich weiß wie schwierig es ist, Unterschriften zu sammeln für eine wirklich wichtige und nützliche Sache, wie zum Beispiel Umweltschutz", wie sie sagte. "Oder für das Bürgerbegehren zur Privatisierungsbremse in Leipzig. Da haben wir über ein Vierteljahr gebraucht, um 25.000 Unterschriften zu sammeln. Und sowas geht so schnell - das ist
eigentlich schon fast unheimlich."

Medienforscher erklärt das Phänomen

Der Medienforscher Bernhard Pörksen aus Tübingen hat eine Erklärung für das Phänomen. "Lanz ist zur prominenten Symbolfigur geworden", sagte der Wissenschaftler in einem Gespräch mit "Zeit online". "Er steht für ein Flachland-Entertainment, das man eher bei den Privaten erwarten würde und nicht bezahlen will. Aus meiner Sicht ist die Anti-Lanz-Petition eigentlich ein doppelter Protest." Zum einen, so fuhr er fort, werde nämlich deutlich, "dass die Debatte über Rundfunkgebühren keineswegs abgeschlossen ist und es eine gesellschaftliche Unzufriedenheit gibt, die nun am konkreten Fall aufflackert. Zum anderen ist der Unmut Ausdruck einer allgemeinen Inszenierungs- und Medienverdrossenheit." Mit einem "derart schlecht geschauspielerten Politik-Interesse, einem so
fröhlich-kenntnisfreien Fragestil und einer so offensichtlichen Gier nach Aufmerksamkeit" wolle sich der Zuschauer nicht konfrontiert sehen.

Für Lanz wird das Leben an diesem Samstag im gewohnten Stil weitergehen: Der 44-Jährige moderiert seine erste "Wetten, dass..?"-Ausgabe 2014 aus Karlsruhe. (dpa/apr)

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