Lieber User,

anscheinend hast Du einen Ad-Blocker aktiviert oder Javaskript deaktiviert. Um unsere Existenz zu sichern, sind wir als werbefinanzierter privater Radiosender auch im Internet auf Werbung angewiesen. Damit Du auch weiterhin alle Inhalte unserer Webseite nutzen kannst, bitten wir dich, Deinen Ad-Blocker zu deaktivieren oder radiohamburg.de als Ausnahme hinzuzufügen. Sobald Du das gemacht hast, kannst Du unsere Inhalte nach einem Reload der Seite ganz normal weiternutzen.

103.6 Grüße
Dein Radio Hamburg Team


*Sollte diese Meldung fälschlicherweise angezeigt werden, schicke uns bitte eine Mail an adblocker@radiohamburg.de

Es gibt neue Inhalte auf unserer Startseite - jetzt aktualisieren! [Schließen]
Radio Hamburg

Über Nacht zum Star

Haushaltshilfe gewinnt X-Faktor in Israel

Tel Aviv, 15.01.2014

Seit 20 Jahren schlägt sich die Philippinerin Rose als Haushaltshilfe im Nahen Osten durch. Jetzt ist die 47-Jährige in Israel über Nacht zu einem umjubelten Star geworden.

Es klingt wie die moderne Version vom Aschenputtel-Märchen: Als Außenseiterin hat eine 47-jährige Altenpflegerin von den Philippinen, die sich als lesbisch outete, die israelische Version des Gesangswettbewerbs " Factor"gewonnen.

Über Nacht zum Star

Die nur 1,50 Meter große Rose Fostanes rührte und begeisterte Millionen Israelis mit ihrer kräftigen und zugleich gefühlvollen Stimme. Auch die Jury-Mitglieder waren von ihren Darbietungen hingerissen. Am Dienstagabend setzte sie sich unter anderem mit dem von Frank Sinatra berühmt gemachten Lied "y Way"gegen die drei anderen Finalisten durch, wie israelische Medien berichteten.

Dank an Fans

"Ich weiß nicht, ich kann nichts sagen", stammelte sie überwältigt vom eigenen Erfolg dem israelischen Super-Model Bar Refaeli ins Mikrofon. "Vielen Dank allen Israelis, die meine Stimme so gut finden, die meine Lieder mögen, und danke auch allen Philippinern", fügte sie unter Tränen hinzu. Auch ihre auf den Philippinen lebende langjährige Partnerin Mel Adel saß im Zuschauerraum. Sie war zusammen mit Fostanes jüngerer Schwester Nancy von den Veranstaltern eingeflogen worden.

Geld in die Heimat

Seit 2011 hatten sie sich nicht mehr gesehen. Fostanes hatte während des Gesangswettbewerbs weltweit Unterstützung von Landsleuten erhalten. Millionen Menschen von den Philippinen, vor allem Frauen, verdingen sich in reicheren Ländern als billige Arbeitskräfte. Bis zu ihrem Sieg bei "X Factor" war sie eine von ihnen. Von ihren Mini-Einkommen zweigte sie regelmäßig noch eld ab, das sie ihrer Familie in der Heimat schickte.

Leben als Haushaltshilfe

Schon seit etwa 25 Jahren arbeitet sie im Ausland. Vor Israel war sie im Libanon und in Ägypten beschäftigt. In Tel Aviv betreut sie eine ältere Frau. In einer hruntergekommenen Gegend im Süden der Stadt teilt sie sich eine Wohnung mit sieben anderen Mitbewohnern. Zu Beginn des Wettbewerbs hatte sie Journalisten hellseherisch gesagt: "Vielleicht wird sich mein Leben ändern, wenn ich an diesem Wettbewerb teilnehme." Israelis haben offenbar eine Schwäche für Stars aus anderen Kulturen.

(dpa/kru)

comments powered by Disqus