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Radio Hamburg

Winter-Wetter

Kältewelle in den USA - Frühling in Deutschland

Washington/New York/Offenbach, 07.01.2014
Winter, Wetter, Schnee

Die Kaltfrontspirale in den USA zieht weiter. Es werden weitere Tiefstwerte erwartet.

New York erwartet eine Ausnahmesituation. Selbst Florida droht Frost. Und in Deutschland herrschen frühlingshafte Temperaturen.

Die arktische Kälte lähmt immer größere Teile der USA. Die Kaltfront erreichte am Dienstag auch den Nordosten der USA. New York erwartete einen heftigen Temperatursturz. Sogar das wärmeverwöhnte Florida war betroffen. Mehr als 140 Millionen Amerikaner leiden seit Tagen unter gefühlten Temperaturen von bis zu 40 Grad minus. Die Weltraumbehörde Nasa sagte sogar einen Raketenstart ab. Ursache für die schlimmste Kältewelle seit 20 Jahren ist ein Wetterphänomen, das eiskalte Luft direkt vom Polarkreis nach Nordamerika strömen lässt. Es breitet sich am Dienstag (07.01.) noch weiter aus.

Kältewelle in den USA

Ausbreitung: Die Millionenmetropole New York erwartete binnen 24 Stunden einen dramatischen Temperatursturz von milden zwölf Grad Celsius auf minus 14 Grad. Die Einwohner wurden gewarnt, dass der heftige Frost gepaart mit eisigen Windböen die sogenannte gefühlte Temperatur ("Windchill-Faktor") auf minus 31 Grad Celsius sinken lassen könnte. Der viele Schnee, gerade erst teilweise getaut, sollte laut Vorhersage zu einer dicken Eisdecke zusammenfrieren. Selbst der
Sonnenstaat Florida blieb nicht verschont. Über den Norden des Staates hinaus drohte Nachtfrost.

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Vorbereitung: New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio kündigte an, Streudienst und Transportbehörden seien auf eine Ausnahmesituation eingestellt. In den Neuengland-Staaten riefen die Behörden die Bevölkerung auf, sich auf beißende Kälte und eisige Windböen vorzubereiten.

Raumfahrt: Nach dem Luftverkehr traf die Kältewelle auch die Raumfahrt. Wie die Weltraumbehörde Nasa mitteilte, wurde der Start des privaten Raumfrachters "Cygnus" zur Internationalen Raumstation ISS wegen der eisigen Temperaturen um mindestens einen Tag verschoben. Er soll jetzt frühestens am Mittwoch auf dem
Weltraumbahnhof der Wallops Flight Facility im US-Staat Virginia abheben.

Tiere: In Chicago ist es so kalt, dass im Lincoln-Park-Zoo selbst Eisbärin Anna in ihrem Gehege nicht nach draußen darf. Im Gegensatz zu freilebenden Artgenossen habe das Tier für die derzeitigen Minusgrade nicht das geeignete Fettpolster, sagte Zoosprecherin Sharon Dewar dem Nachrichtensender CNN. "In der Wildnis fressen Eisbären Seehunde und eignen sich so eine Fettschicht an." Im Zoo würden Eisbären aber nicht mit Seehundfleisch gefüttert. Auch andere Tiere blieben unter Verschluss.

Aussichten: Meteorologen gehen davon aus, dass die Kältewelle mindestens bis Mitte der Woche andauern wird - eher bis zum Wochenende.

Rekorde: Der Deutsche Wetterdienst meldete für einige US-Orte in der Nacht zu Dienstag Tiefsttemperaturen: Minnesota minus 34,4 Grad, Montana minus 32,2 Grad, Minneapolis minus 30,6 Grad. Auch die Temperaturen in Chicago fielen auf einen Rekordwert von minus 27 Grad Celsius, wie der US-Fernsehsender CNN meldete. New York werde wahrscheinlich von einem Minusrekord verschont, sagte Pat Maloit vom US-Wetterdienst der "New York Times".

 

Milde Werte in Europa

Und während Nordamerika in arktischer Kälte erstarrt, bleibt es in Europa ungewöhnlich mild: Fast frühlingshafte Temperaturen von 15 Grad sagen die Meteorologen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) für Mittwoch (08.01) voraus. Eine Südwestströmung leitet unablässig milde Luft nach Deutschland. Zwar soll es in der zweiten
Wochenhälfte ein wenig kälter werden, aber eine Änderung der Großwetterlage sei frühestens in der nächsten Woche zu erwarten, sagte DWD-Meteorologe Andreas Friedrich.

Erste Tendenzen in den Computermodellen deuteten auf die Rückkehr zu normalen Januar-Verhältnissen. Dann könnten sich die starken Tiefs auf dem Nordatlantik abschwächen und Platz für Hochdruckeinfluss machen. Einen Schneeeinbruch werde es eher nicht geben, sondern trocken-kalte Luft aus Norden, sagte Friedrich.

Stürme in Südengland

Heftiger Wind und meterhohe Wellen haben unterdessen weiter Teile der Küste von Wales und Südengland bedroht. Vor allem für die Grafschaft Dorset, die schon in den vergangenen Tagen von tagelangen Stürmen besonders betroffen war, galten weiter Unwetterwarnungen. In der Nacht zum Dienstag (07.01.) heulten die
Notfallsirenen am Strand des Ortes Chiswell. Anwohnern wurde geraten, sich in den oberen Stockwerken ihrer Häuser aufzuhalten. Teilweise bestehe Lebensgefahr, hieß es vom Wetterdienst. Auch in Wales wurden Straßen und Häuser überflutet.

In Schottland und anderen Teilen Großbritanniens entspannte sich die Lage derweil. Auch in Nordirland war die Situation an der Küste nicht so dramatisch, wie zunächst vorausgesagt, wie die Polizei mitteilte. Warnungen gab es lediglich noch für den Süden und Südosten Englands, dort wurden heftige Regenfälle und mögliche Überschwemmungen vorausgesagt. (dpa/apr)

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