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Radio Hamburg

Arbeitskampf

Piloten der Lufthansa wollen streiken

Frankfurt/Main, 28.03.2014
Lufthansa

Lufthansa-Piloten wollen streiken.

Nach den öffentlichen Bediensteten der Flughäfen treten nun die Piloten der Lufthansa in den Arbeitskampf. Auch Ostertouristen sind betroffen.

Die Piloten der Lufthansa wollen ab Mittwoch kommender Woche streiken. Sie kündigten einen dreitägigen Ausstand an, der am Mittwoch (02.04.) um 00.00 Uhr beginnen und am Freitag (04.03.) um 23.59 Uhr enden soll. In dem Tarifkonflikt um höhere Gehälter und die Zukunft der Übergangsrenten habe es trotz mehrerer Treffen keine Annäherung mit der Lufthansa gegeben, erklärte die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) in Frankfurt. In einer Urabstimmung hatten die Piloten mit sehr großer Mehrheit für einen Arbeitskampf gestimmt.

Piloten sind enttäuscht

Die Streikankündigung trifft den Zeitraum der Osterferien in Niedersachsen und Bremen. Ursprünglich hatte die VC angekündigt, in den Osterferien nicht streiken zu wollen. "Der von uns angekündigte Verzicht, die Osterferien nicht mit Arbeitskämpfen zu belasten, wurde anscheinend vom Management nicht als Zeichen unseres Verantwortungsbewusstseins gegenüber den Urlaubsreisenden verstanden. Wir lassen uns von Lufthansa nicht hinhalten", erklärte die
VC-Tarifexpertin Ilona Ritter. Weitere Streiks bis zum Ende der Osterferien seien nach derzeitigem Stand ausgeschlossen.

Passagesparte kämpfen für höhere Gehälter und insbesondere für den Fortbestand ihrer bisherigen Übergangsrenten. Diese Zahlungen ermöglichten es den Kapitänen bislang, bereits ab einem Alter von 55 Jahren mit bis zu 60 Prozent ihrer Grundbezüge in die gesetzliche Rente überzugehen. Im Schnitt schieden sie zuletzt mit knapp 59 Jahren aus dem Dienst, wie VC und Lufthansa übereinstimmend schildern. Lufthansa hat die Vereinbarung aber zum Jahresende 2013 einseitig gekündigt, weil ihre Verkehrspiloten nach einem EuGH-Urteil inzwischen bis zum Alter von 65 Jahren fliegen dürfen und nicht mehr wie bis 2011 spätestens mit 60 Schluss machen müssen.

Übergangsversorgung ist ein Streitpunkt

Die Kündigung der Übergangsversorgung zum Jahresende 2013 ist das wichtigste Motiv der Piloten für den Streik. Die Gewerkschaft hatte zudem immer wieder betont, dass sie das harte Sparprogramm unter dem Titel "Score" bei der Lufthansa für überzogen hält. "Wir sind nicht bereit, unsere Übergangsversorgung für eine höhere Rendite zu opfern", sagte der Sprecher der VC-Tarifkommission, Thomas von Sturm. Betroffen von den Streiks wären die Gesellschaften Lufthansa, Lufthansa Cargo und Germanwings. Die Konzerntöchter Swiss und Austrian Airlines haben eigene Tarifverträge und würden von einem Ausstand bei der Lufthansa nicht getroffen.

Als Reaktion auf die Ankündigung des dreitägigen Pilotenstreiks hat die Lufthansa die Gewerkschaft Cockpit zu weiteren Verhandlungen aufgefordert. "Es sind noch viereinhalb Tage Zeit, um den potenziellen Schaden von unseren Kunden abzuwenden, der durch den von der VC angekündigten Streik entstehen könnte", sagte Lufthansa-Sprecher Thomas Jachnow. Lufthansa habe sowohl für die Vergütungen als auch für die Übergangsversorgung Angebote vorgelegt. (dpa/apr)