Lieber User,

anscheinend hast Du einen Ad-Blocker aktiviert oder Javaskript deaktiviert. Um unsere Existenz zu sichern, sind wir als werbefinanzierter privater Radiosender auch im Internet auf Werbung angewiesen. Damit Du auch weiterhin alle Inhalte unserer Webseite nutzen kannst, bitten wir dich, Deinen Ad-Blocker zu deaktivieren oder radiohamburg.de als Ausnahme hinzuzufügen. Sobald Du das gemacht hast, kannst Du unsere Inhalte nach einem Reload der Seite ganz normal weiternutzen.

103.6 Grüße
Dein Radio Hamburg Team


*Sollte diese Meldung fälschlicherweise angezeigt werden, schicke uns bitte eine Mail an adblocker@radiohamburg.de

Es gibt neue Inhalte auf unserer Startseite - jetzt aktualisieren! [Schließen]
Radio Hamburg

"Siding Spring"

Komet trifft "fast" den Mars

Hamburg, 20.10.2014
Siding Spring Komet

So nah raste der Komet "Siding Spring" am Mars vorbei.

Ein Komet ist in Rekordnähe am Mars vorbeigerast. Der Schweifstern "Siding Spring" ging auf Tuchfühlung mit dem Planeten.

Ok, wir geben zu eine Distanz von 14.000 Kilometern klingt jetzt für uns Erdlinge nicht so nah, im All hingegen sind das kuschlige Dimensionen und wie es die Deutsche Presseagentur (dpa) titelt eher ein "Rendezvous im All".

Rasantes Date am Himmel

Der Komet "Siding Spring" ist am Sonntagabend (19.10.) in nur knapp 140.000 Kilometer Entfernung am Mars vorbeigerast. Das ist etwa ein Drittel der Distanz zwischen der Erde und dem Mond. Zur Zeit der größten Annäherung um 20:27 Uhr MESZ bewegte sich der Komet im Verhältnis zum Roten Planeten mit einer Geschwindigkeit von 203.000 Kilometern in der Stunde, wie die Nasa vorab berechnet hatte.

So viel Nähe gab's noch nie

Es ist das bisher erste Mal in der Geschichte der Wissenschaft, dass sich ein Komet einem Planeten derart stark genähert hat. "Wir sind alle sehr begeistert", sagte Guy Webster vom Jet Propulsion Laboratory der US-Weltraumbehörde der Nachrichtenagentur dpa. Die Nasa hatte für das ungewöhnliche Ereignis Raumsonden, Teleskope und Mars-Fahrzeuge in Stellung bracht. Wissenschaftler wollen auf diese Weise wichtige Daten gewinnen: über die Zusammensetzung des Kometen, der ein Überrest aus der Entstehung unseres Sonnensystems ist, sowie über das Wechselspiel zwischen der Mars-Atmosphäre und ihrem Umfeld.

Noch nie zuvor sei ein Komet aus einer derartigen Nähe von so vielen Instrumenten beobachtet worden, hatte Markus Fränz vom Max-Planck-Institut (MPI) für Sonnensystemforschung in Göttingen kürzlich der dpa erläutert.  Der Komet mit der wissenschaftlichen Bezeichnung "C/2013 A1" stammt aus der sogenannten Oortschen Wolke. Diese riesige Region in den Tiefen des Weltalls hat sich seit der Geburtsstunde des Planetensystems kaum verändert. Entdeckt wurde der Schweifstern von Robert H. McNaught am Siding Spring Observatorium in Australien.

Mindestens 16 Geräte im All und auf dem Mars sind laut Nasa an den Analysen beteiligt, darunter der Marsrover "Curiosity" und das Weltraumteleskop "Hubble". Auch die Raumsonde "Maven", die erst kürzlich den Mars erreichte, war dafür im Einsatz. Erste Daten und Bilder von den Marssonden zum Vorbeiflug wurden Webster zufolge für Montag erwartet.

 

Von den Informationen versprechen sich die Forscher Rückschlüsse auf die Stoffe, die es bei der Bildung des Sonnensystems vor etwa 4,6 Milliarden Jahren gab. 

(dpa/aba)

comments powered by Disqus