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Radio Hamburg

Harvard-Studie

Länger leben durch scharfes Essen

Boston, 06.08.2015
Chili, Chilischoten, scharfes Essen

Chilischoten sind zwar scharf, aber sehr gesund und können das Risiko von Krankheiten senken. 

Wer scharf isst, lebt länger. Das hat eine 7-jährige Studie der Harvard University ergeben, die sich mit den Auswirkungen von scharfem Essen auf die Gesundheit auseinander gesetzt haben. 

Manche mögen's scharf - und genau das ist gesund! Eine langjährige Studie der Harvard University hat nun ergeben, dass Menschen, die scharf essen, länger leben. Teilnehmer, die während Studienperiode auf scharfes Essen - wie getrocknete oder frische Chili-Schoten - verzichtet haben, eher gestorben sind, als die, die knapp 3 Mal pro Woche sich durch scharfes Essen ernährt haben.
Doktor Lu Qi kann das Phänomen um scharfes Essen erklären: "Es ist ziemlich einfach, je mehr scharfes Essen du isst, wirkt sich das auch positiv auf deine Gesundheit aus und verringert die Chance auf Krebs und Herz-Krankheiten."

Krebs-Risiko durch Chili gesenkt

An der Studie nahmen insgesamt rund 200.000 Männer und 288.000 Frauen aus zehn verschiedenen Regionen aus China zwischen 30 und 79 teil. Während der Studienzeit von 7 Jahren starben insgesamt 20.000 Teilnehmer. Angaben, wie scharf das Essen der Teilnehmer war, gibt es zwar nicht. Doch durch das Essen frischer scharfer Lebensmittel gut 2 bis 3 Mal pro Woche konnte das Risiko, während der Studie zu sterben, um gut 10 Prozent gesenkt werden. Frische Chili-Schoten stachen bei der Studie besonders hervor. Sie sollen das Risiko an Krebs, Herzversagen und Typ 2 Diabetes zu sterben, senken.

Wichtige Komponenten in scharfen Speisen

Grund für den positiven Effekt scharfer Speisen seien die Komponenten, die sie enthalten. So verbessern sie den Stoffwechsel, erhalten gesunde Darmbakterien, kontrollieren Entzündungen und reduzieren oxydativen Stress.
Zwar seien menschliche Studien eher selten, doch Doktor Qi ist sich sicher, dass der positive Effekt von scharfen Speisen auch auf andere Ländergruppen, wie Amerika, übertragbar sei.
Neben Chili wirken sich auch Curry und Knoblauch positiv auf die Krebs-Rate aus, ebenso wie den Stoffwechsel und den Blutdruck.

(pgo)

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